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Der Widerstand von Playa Salchi (DEU)

BERICHT DER INTERNATIONALISTISCHEN BRIGADE GEGEN DIE PRIVATISIERUNG VON „PLAYA SALCHI“

Einleitung

Am 25., 26. und 27. März 2026 führte eine Gruppe von Genoss*innen des „Nodo Solidale“, des Zapatistischen Kollektivs von Lugano, der SOA „Il Molino“ sowie weiterer solidarischer Personen aus Italien und der Schweiz eine internationalistische Brigade aus, in Solidarität mit dem Kampf gegen die Privatisierung des Strandes „Playa Salchi“ an der Küste von Oaxaca in Mexiko.

Die genannten Kollektive wurden vom Komitee zur Verteidigung der indigenen Rechte (CODEDI) – einer Basisorganisation, die in mehr als 25 Gemeinden der Region vertreten ist und seit 1998 für die Verteidigung ihres Territoriums kämpft – eingeladen, um sich über den symbolträchtigen Fall von Enteignung und Grundstücksspekulation zu informieren, von der der Bauernkamerad Miguel Sánchez Hernández direkt betroffen ist. Im Laufe dieser drei Tage, die von Wissensaustausch, Workshops, Spielen mit den Kindern und Kampftaktiken geprägt waren, wurden mehrere Interviews mit den an diesem Kampf zur Verteidigung des Territoriums beteiligten Personen geführt, deren Zusammenfassung in diesem Bericht und in einem Video, das in Kürze veröffentlicht wird, präsentiert wird.

Hintergrund der „Landfrage“ in Mexiko

In Mexiko gibt es nach jahrhundertelangen Kämpfen, Bauernkriegen und Revolutionen ein Grundbesitzsystem, das neben öffentlichem und privatem Eigentum auch das soziale (also kollektive) Landeigentum anerkennt. Eine Realität, die mehr als die Hälfte des Staatsgebiets abdeckt. Konkret wurden seit der Revolution von Emiliano Zapata und Francisco Villa die Unveräußerlichkeit des Bodens und seine Umverteilung in landwirtschaftliche Kerngebiete, bekannt als „Ejidos“, sowie in Gemeindeland in der Verfassung von 1917 verankert. Diese Umverteilung fand ab Ende der 1930er Jahre statt und dauerte bis 1992, dem Jahr, in dem eine Verfassungsreform den teilweisen Verkauf von Ejido-Ländereien erlaubte. Die Ejidos wurden per Präsidialdekret zugeteilt, während die Gemeindelandflächen auf der Grundlage der Anerkennung von „Eingeborenen Stammland“ zugeteilt wurden, wie es in den Dokumenten und Abkommen definiert wurde, die während der Kolonialzeit zwischen den indigenen Völkern und der spanischen Krone unterzeichnet wurden.

Im Allgemeinen wird die Nutzung dieser kollektiven Ländereien von der Versammlung der „Ejidatarios“ oder „Comuneros“ als oberste lokale Behörde im rechtlichen Rahmen der Agrarreform verwaltet. Es handelt sich um Grundstücke, die innerhalb des Agrarkerns von Vater zu Sohn vererbt oder ausgetauscht werden können, aber nicht außerhalb dieses Kerns weiterverkauft werden dürfen (abgesehen von bestimmten Ausnahmen). Dieses System der Landbewirtschaftung stellt eine echte Form der gemeinschaftlichen, bäuerlichen und oft indigenen Macht dar, in der die sogenannten „usos y costumbres“ (Gebräuche und Sitten) verankert sind.

Land ist Freiheit

In Mexiko umfassen die kollektiven Ländereien, zumindest formal, etwa 100 Millionen Hektar, die von mehr als 30.000 Agrargemeinschaften verwaltet werden. Dieses System wurde ständig durch Gesetze, Dekrete und Versuche von Verfassungsreformen sowie durch faktische Praktiken großer Unternehmen und nationaler wirtschaftlicher und politischer Konsortien untergraben, die alle daran interessiert sind, den Autonomiebereich der Bauern und indigenen Völker des Landes einzuschränken. All diese dem kapitalistischen Markt „rechtlich entzogenen“ Flächen erweisen sich in der Tat als sehr attraktiv für zahlreiche wirtschaftliche und politische Akteure.

In den letzten Jahren hat sich das organisierte Verbrechen an der fortwährenden Ausbeutung der indigenen Völker und Bauern beteiligt und fungiert dabei als bewaffneter Arm sowohl in den Gebieten, in denen von der Regierung geförderte Megaprojekte umgesetzt wurden (wie beispielsweise  der Interozeanische Korridor der Landenge von Tehuantepec oder der „Maya-Zug “ – ein interurbanes Eisenbahnnetz, das die Halbinsel Yucatán durchquert), als auch auf lokaler Ebene, indem sie Vereinbarungen mit Unternehmern oder Politikern schloss, um saftige Gewinne auf Grundstücken aus Gemeinschaftsbesitz zu erzielen.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass in Mexiko in den letzten 20 Jahren mehr als 500.000 Menschen ermordet wurden und etwa 134.000 als „vermisst“ gelten. Das Land erlebt einen Krieg der territorialen Zersplitterung: einen „abnormalen“, zeitweiligen, asymmetrischen, verstreuten, aber zutiefst gewalttätigen Bürgerkrieg; all dies bildet ein komplexes System der Enteignung auf mehreren Ebenen, das täglich das Kollektivland angreift, verkleinert und raubt und diejenigen verfolgt, die es verteidigen.

Der Fall des Strandes von Salchi ist nur eines von Tausenden von Beispielen entlang der gesamten Küste Mexikos.

Kurze Geschichte des Landraubs in Salchi

Der Strand von Salchi ist Teil der „Gemeindelandflächen“ von San Pedro Pochutla im Bundesstaat Oaxaca. Ländereien, die mit der Errichtung des Tourismuskomplexes „Bahías de Huatulco“ Anfang der 90er Jahre einer raschen und illegalen Privatisierung unterzogen wurden. Der am häufigsten angewandte Mechanismus war der Verkauf von Grundstücken mittels gefälschter Dokumente, die vom Kommissar des „Amtes für Gemeindegüter“ unterzeichnet wurden. Der Kommissar ist die von der Gemeindeversammlung gewählte Person, die eigentlich das Gemeinschaftsland schützen und verwalten soll, doch oft ist es gerade diese lokale Agrarbehörde die sich  am leichtesten von den Interessen der Landraubenden bestechen lässt (oder von ihnen beseitigt wird, wenn sie sich weigert, mitzumachen). Sehr oft werden die Kommissare für Gemeindegüter so zu den wichtigsten Komplizen der Unternehmer: sie erhalten von ihnen Bestechungsgelder oder Provisionen für die abgetretenen Grundstücke, obwohl die ausgestellten Eigentumsurkunden vor dem Agrargericht oder dem Katasteramt keinerlei formellen Wert haben – also vor jenen Institutionen, die als fester Bestandteil desselben Systems der weit verbreiteten Korruption diesen chronischen Verstößen gegenüber ewig blind bleiben.

Die meisten Villen, die die Reichen an den Küsten Mexikos errichten, wurden dank dieser gefälschten Genehmigungen und auf indigenem oder bäuerlichem Gemeindeland gebaut.

Playa Salchi

Die Bucht des Strandes von Salchi liegt an der Pazifikmündung eines 28 Hektar großen Grundstücks, das Miguel Sánchez Hernández, einem 87-jährigen Bauern, zugeteilt wurde, der es seit der Erbschaft von seinem Adoptivgroßvater für landwirtschaftliche Zwecke bewirtschaftet. Seit den ersten Privatisierungsversuchen weigert sich Don Miguel, das ihm zugeteilte Land für den Bau von Tourismusgebieten abzutreten. Doch seine Weigerung als offizieller Eigentümer erwies sich als völlig wirkungslos, um die Privatisierung zu verhindern.

Im Jahr 2000 bot David Ortega del Valle ihm an, 10 Hektar Land „direkt am Meer“ an ein kanadisches Immobilienkonsortium zu verkaufen, mit der ursprünglichen Zusage einer Zahlung für diese Grundstücke. Eine Vereinbarung, die bis heute nicht eingehalten wurde. In diesem Gebiet wurden in den letzten Jahren und bis 2025 42 Wohnungen mit „Seeblick“ gebaut, die meist saisonal von kanadischen Rentnern bewohnt werden. Im Laufe der Jahre versuchte Miguel Sánchez, dieses Land mit Unterstützung verschiedener sozialer und Menschenrechtsorganisationen zurückzugewinnen, darunter CODEDI, die seit langem lokale Komitees in der Region zur Verteidigung der indigenen Rechte organisiert und sich für den Widerstand gegen kapitalistische und rohstoffausbeuterische Projekte auf indigenen Gebieten einsetzt, insbesondere an der Küste und in der Sierra Sur von Oaxaca.

Die kanadische „Kolonie“

Im Jahr 2017 begannen CODEDI und andere verbündete lokale Organisationen, die rund 14 Hektar Land, die der „Touristifizierung“ entgangen waren, zyklisch zu bewirtschaften, indem sie dort Mais, Zucchini und Bohnen sowie andere Nahrungsmittel für die Familien der Gemeinden der Organisation anbauten.

Im Juli 2018 wurde der lokale Koordinator von CODEDI, Abraham Hernández González, in Strandnähe entführt und anschließend ermordet: Seine Leiche wurde in der Nachbarortschaft Cuatunalco gefunden. Die Umstände dieses Mordes wurden nie untersucht, und bis heute genießen die Schuldigen völlige Straffreiheit. Dieses dramatische Ereignis verschärfte den Landkonflikt in Salchi und machte die Komplizenschaft des organisierten Verbrechens mit den beteiligten Unternehmern deutlich. „Seit August 2020“, berichtet Miguel Sánchez, „bin ich Ziel wiederholter Versuche, mein Land und meine Wohnung zu enteignen, wobei vermummte und bewaffnete Personen mich überwachen und ununterbrochen Patrouillen durchführen“. Tatsächlich berichtet Miguel, dass während einer Karavane zur Beobachtung der Menschenrechte, im September 2025 acht Kleinbusse mit bewaffneten Personen bei ihm vorfuhren und er bei dieser Gelegenheit entführt, mit dem Tod bedroht, angegriffen und geschlagen sowie mit Obszönitäten und Spott aller Art beleidigt wurde, was seinen Gesundheitszustand so stark beeinträchtigte, dass er sich einer Notoperation unterziehen musste.

Uns wurden mindestens zwei weitere Einschüchterungsversuche bei öffentlichen Veranstaltungen gemeldet:

– Am 7. Juni 2025 fand das „Forum zur Verteidigung des Landes und der Agrarrechte der Bauern an der Küste“ statt, an dem 17 Organisationen teilnahmen, die den Enteignungsversuch in Playa Salchi anprangerten. Im Verlauf dieser Veranstaltung drangen 16 bewaffnete Personen, die mit dem „Cartel del Despojo“ (Kartell der Enteignung) in Verbindung stehen, auf das Land von Miguel Sánchez ein und bedrohten ihn mit dem Tod, um ein weiteres Tourismusprojekt durchzusetzen.

– Am 29. Januar 2026 drang eine Gruppe von Zivilisten, darunter der Kolumbianer Arturo Peralta (Leiter des Immobilienprojekts des oben genannten kanadischen Konsortiums), mit Baggern und Baumaschinen und begleitet von drei Patrouillen der Staatspolizei auf dem Landstück von Miguel Sánchez ein, das noch nicht von der „Touristifizierung“ erfasst wurde. Im Zuge dieses Übergriffs haben die Bagger, eskortiert von Sicherheitskräften und einigen bewaffneten Zivilisten, einige kleine Häuser und Gebäude, die auf dem Gelände stander und auch von anderen Bauern genutzt wurden, die oft kommen, um Don Miguel bei der Feldarbeit zu helfen, vollständig abgerissen. Mit Waffen in der Hand hagelte es Beleidigungen und Drohungen gegen den alten Bauern und die anderen Anwesenden. Die Beteiligung der Staatspolizei, die offensichtlich einen unrechtmäßigen und illegalen Angriff an der Seite nicht identifizierter bewaffneter Zivilisten schützte, verdeutlicht einmal mehr die Komplizenschaft der Institutionen mit den kriminellen Machenschaften des „Cartel del Despojo“.

Las viviendas arrasadas

Als Internationalisten können wir nicht umhin, auf die erschreckende Ähnlichkeit zwischen diesem jüngsten Vorfall und den Bulldozern der israelischen Armee in Palästina hinzuweisen, die im Namen der verdrehten Gesetze des „Siedlungskolonialismus“ die von „weißen“ Siedlern besetzten Gebiete befestigen und mit Waffen in der Hand und unter Anwendung von Gewalt die Häuser der Ureinwohner, Bauern und Hirten der Region zerstören. Dies erinnert uns daran, in welchem Maße der Kapitalismus in verschiedenen Regionen der Welt dieselben kolonialen und rassistischen Mechanismen der Diskriminierung, ethnischen Säuberung, Enteignung und Kriminalisierung einsetzt.

Das „Kartell der Ausbeutung“

Don Miguel, die Genoss*innen von CODEDI und anderen verbündeten Organisationen, die sich zur Verteidigung des Strandes von Salchi versammelt haben, weisen darauf hin, dass es eine Gruppe von Personen gibt, darunter einige Funktionäre der Morena-Partei (die auf Landes- und Bundesebene an der Macht ist), die – im Komplott mit den Kommissar*innen für Gemeindegüter, den Behörden des Agrargerichts, den Ordnungskräften und dem organisierten Verbrechen – sich bereichern, indem sie die Privatisierung der Strände und Gemeindegrundstücke an der Küste von Oaxaca orchestrieren.

Neben dem Fall von Salchi wurden weitere Fälle öffentlich gemacht, insbesondere am benachbarten Strand „El Coyote“ und am Strand „El Coyul“ (mehrere Kilometer weiter südlich). Diese Gruppe von Personen, die als „Kartell der Enteignung“ bezeichnet wird, wendet überall dieselbe Vorgehensweise an: Sie schickt bewaffnete Männer, um die Bauern durch Drohungen und Gewalt einzuschüchtern und zu vertreiben; anschließend eignet sie sich das Land an, indem sie mit Hilfe von Dokumenten, die von korrupten Agrarbehörden ausgestellt wurden, den Anschein von Rechtmäßigkeit erweckt; diese Grundstücke werden dann an ausländische Immobilienkonsortien weiterverkauft, wobei sie mit jedem Quadratmeter gestohlenen Landes spekuliert (ein durch Täuschung und Gewalt erlangtes Grundstück von 200 m² wird für 50.000 bis 100.000 Euro – also zwischen 1 und 2 Millionen mexikanischen Pesos – weiterverkauft). Die Immobilienkonzerne verkaufen ihrerseits die „kleinen Häuser am Meer“ zu astronomischen Preisen auf dem Markt ihrer Herkunftsländer (oft die USA, Kanada, die Europäische Union, aber auch Saudi-Arabien und Russland) und stellen die Rechnungen in Dollar aus. Die durch diese Spekulationen generierten Finanzströme sind kolossal und kommen nur denjenigen zugute, die bereits reich sind: Beamte, Unternehmer und Mafiosi.

Das Ergebnis dieser ganzen mafiösen Operation ist nichts anderes als eine Gentrifizierung der Strände nach einem extraktivistischen Modell, das, wie unsere Gesprächspartner immer wieder betonen, nur mit der stillschweigenden Unterstützung der Institutionen funktionieren kann, deren unrechtmäßige Machenschaften durch erhebliche Bestechungsgelder erleichtert werden.

Die lokalen und nationalen Akteure dieses „Kartells“, die als Hauptnutznießer des Landraubs bezeichnet werden, sind die Bundesabgeordneten Alejandro Avilés Álvarez (von der Grünen Partei Mexikos, aber der Morena-Partei angehörig) und Juan Hugo de la Rosa (Morena), der Rechtsassistent Orlando Acevedo (von der PRI-Partei), der ehemalige Kommissar für Gemeindegüter von Pochutla, Jesús „Chucho“ Reyes, David Ortega del Valle (Leiter der Abteilung für Umweltmanagement im Umweltministerium des Bundesstaates Oaxaca), der Lokalpolitiker Alfonso Esparza, der Geschäftsmann Israel Carreño Morales (verantwortlich für den Lanbdraub am Strand von El Coyote) und der Buchhalter Sergio Castro López. So agiert die Gruppe dank des Schutzes von Akteuren auf allen drei Regierungsebenen (kommunal, staatlich und föderal) und unter Beteiligung sowohl der Mehrheits- als auch der Oppositionsparteien völlig straffrei.

Die „Weißwaschung“ der Küste: Enteignung und Geldwäsche (*)

(* Dieses Kapitel ist ein Auszug aus einem Artikel von Kino Balu: https://elgirodelarueda.net/despojo-playa-salchi-castro-lopez-oaxaca/)

Der Konflikt um „Playa Salchi“ ist gewissermaßen das Symbol für die Offensive der Landenteignung und der Kommerzialisierung der Küste von Oaxaca: ein wahres Experimentierfeld. Hier verflechten sich die historischen kriminellen Finanzaktivitäten von Persönlichkeiten wie Sergio Castro López (ein Buchhalter aus einfachen Verhältnissen, der die Karriereleiter hinaufstieg, bis er zu einem Geldwäscher von Milliarden wurde, indem er jene „aggressiven Steuerkonstrukte“ perfektionierte, die es Gouverneuren und Unternehmen ermöglichten, sich weitgehend ihren Steuerpflichten zu entziehen. Sein Unternehmen – „Inteligencia de Negocios“ – diente als operative Zentrale für Netzwerke von 150 Strohmännern, die in Geldwäschegeschäften mehr als 100 Milliarden Pesos umschufen) – mit den Aktivitäten lokaler politischer Akteure, die von Parteien wie Morena und Verde Ecologista geschützt oder von der „Vierten Transformation“ innerhalb der Regierung und ihrer Interessengruppen unterstützt werden.

Construcciones ilegales

Dieses Phänomen offenbart einen Trend: Hotelprojekte auf enteignetem Land sind nicht nur Immobiliengeschäfte, sondern auch Mechanismen zur Geldwäsche. Die Hotels dienen dazu, enorme Geldströme weisszuwaschen und gleichzeitig Immobilienvermögen in strategisch wichtigen Gebieten zu generieren. Die Küste von Oaxaca bietet mit ihrem touristischen Potenzial und ihrer institutionellen Schwäche ideale Bedingungen für diese Symbiose aus Landenteignung und Geldwäsche. Die Regierung begnügt sich nicht damit, diese Vorgänge zu tolerieren, sondern integriert sie organisch in ihr eigenes politisches Projekt und zeigt damit, dass die sogenannte „Vierte Transformation“ problemlos mit den raffiniertesten Formen kapitalistischer Kriminalität koexistieren kann.

Ein Modell der umfassenden Enteignung, bei dem sich die Aneignung von Land mit politischer Kontrolle, Geldwäsche und institutioneller Kooptierung vermischt, um Enklaven völliger Straffreiheit zu schaffen, und das in mehreren Phasen abläuft: Zunächst die Identifizierung strategischer Gebiete, in denen institutionell geschwächte Gemeinschaften leben; dann der Aufbau von Allianzen mit lokalen politischen Akteuren; drittens die Entwicklung von Immobilienprojekten, die die Geldwäsche rechtfertigen; viertens die Neutralisierung des Widerstands durch Kooptierung oder Kriminalisierung der Gegner.

Ohne Genehmigung auf enteignetem Land erbautes Hotel

Don Miguel Sánchez, 87 Jahre alt und mit mehr als sechzig Jahren Erfahrung auf diesem Land, verkörpert alles, was dieses Modell zu elimineren sucht: das historische Gedächtnis, die angestammten Landrechte und den Widerstand der Bauern.

Seine Enteignung ist kein Zufall: Sie erfolgt methodisch.

Widerstand und Bündnisse

Don Miguel Sánchez Hernández ist nicht allein. Er wird vom CODEDI und den sozialen Organisationen der antikapitalistischen Linken des FORO (Front der Organisationen von Oaxaca) unterstützt, sowie von anderen strategischen Verbündeten, denen es gelungen ist, diesen Fall zu einem Beispiel für Widerstand und nicht für stille Enteignung zu machen, wie es leider in allzu vielen ähnlichen Fällen an derselben Küste von Oaxaca sowie in anderen Regionen Mexikos geschehen ist.

Wie bereits erwähnt, versammelten sich im Juni 2025 inmitten der umstrittenen Dünen des Strandes von Salchi 14 lokale Organisationen und beriefen die Misión de Observancia de los Derechos Humanos (Menschenrechtsbeobachtungsmission) ein, die am 12. und 13. Juli 2025 durchgeführt wurde. Die Mission verfasste einen detaillierten Bericht über die Menschenrechtsverletzungen an den Stränden von Salchi und El Coyote. Die Mission brachte 17 zivilgesellschaftliche Organisationen, gesetzliche Vertreter der Lehrergewerkschaft der Sektion XXII der CNTE in Oaxaca sowie Bürger und Anwälte aus der Zivilgesellschaft zusammen, die zivilgesellschaftlichen Organisationen angehören und alle über langjährige Erfahrung in der Verteidigung der Menschen- und Kollektivrechte im Bundesstaat Oaxaca verfügen.

Die folgenden Organisationen haben sich an der ständigen Überwachung des Gebiets und der Lage beteiligt und tun dies weiterhin: CODEDI, CODEPO (Komitee zur Verteidigung der Rechte des Volkes von Oaxaca), 14 DE JUNIO, CCCP (Rat der bäuerlichen und proletarischen Gemeinschaften), COCISS (Rat der indigenen Gemeinschaften der Sierra Sur), APIIDTT (Versammlung der indigenen Völker der Landenge zur Verteidigung von Land und Territorium), die NGO EDUCA, MIUCO (Vereinigte indigene und afro-stämmige Frauen zum Schutz der Küste von Oaxaca), FPR (Revolutionäre Volksfront), FIZ (Indigene Front der Zapoteken), die Versammlung der indigenen Gemeinschaft von Puente Madera, die Versammlung der indigenen Gemeinschaft von El Coyul und die Genossenschaft Cimarronez.

Darüber hinaus hat CODEDI im Laufe der Jahre ein Netzwerk nationaler und internationaler Kooperationen und Bündnisse mit anderen indigenen Organisationen aufgebaut, von denen einige mit dem Nationalen Indigenen Kongress (CNI) verbunden sind, sowie mit europäischen Kollektiven, die den Zapatismus unterstützen, wie beispielsweise die Kollektive, die an der Erstellung des vorliegenden Berichts mitgewirkt haben. Dank dieser Kontakte konnte Ende Juli 2025 ein Informations- und Solidaritätsbesuch einer Brigade italienischer Aktivist*innen organisiert werden, ebenso wie der Besuch der aktuellen Internationalistischen Brigade Ende März 2026.

Die beteiligten Kollektive haben sich verpflichtet, die Situation der illegalen Aneignung und der potenziellen Unterdrückung des Widerstands auf den Ländereien von Miguel Sánchez Hernández auch aus der Ferne weiterhin zu beobachten.

Die selbstverwaltete Nutzung des Landes

Die 14 Hektar Land, die sich noch immer dem Vormarsch der Immobilien- und Tourismuskolonisierung widersetzen, werden zyklisch mit Mais, Bohnen, Zucchini, Papayas und anderen saisonalen Früchten bewirtschaftet. Die Genoss*innen von CODEDI organisieren gemeinsam mit den lokalen Komitees ihrer Organisation „Tequios“, um eine nachhaltige, alternative, ökologische und selbstverwaltete Nutzung der Felder zu demonstrieren – im Gegensatz zum extraktivistischen Modell der Immobilienkonsortien.

In Playa Salchi stehen sich diese beiden diametral entgegengesetzten Modelle physisch und politisch gegenüber.

Das CODEDI steht in einer langen Tradition selbstverwalteter Prozesse, stützt sich auf die Erfahrungen des Aufstands und der Kommune von Oaxaca von 2006 und hat sich in gewissem Maße von den autonomen Prozessen der Zapatistischen Nationalen Befreiungsarmee (EZLN), vom CIDECI in Chiapas und von anderen indigenen Völkern des CNI inspiriert. Gestärkt durch diese Dynamik gründete er 2013 ein Ausbildungszentrum auf der ehemaligen Finca Alemania (Sierra Sur), wo Kinder und Jugendliche aus den Gemeinden und Dörfern durch einen empirischen und autonomen pädagogischen Prozess verschiedene Künste und Handwerke erlernen können. Dieses libertäre Modell einer „lebendigen Schule“ wird regelmäßig in Salchi umgesetzt, wo in den Räumlichkeiten eines großen, illegalen und modernen Hotels, das ohne jegliche Genehmigung nur wenige Meter vom Strand entfernt errichtet und später von den Verteidigern des Territoriums zurückerobert wurde, Workshops für Kinder und Jugendliche organisiert werden.

Graffitis in Playa Salchi

In den ersten Monaten des Jahres 2026 fanden beispielsweise mehrere Treffen und Workshops für Kinder in Playa Salchi statt, bei denen Themen wie Meeresbiologie, gesunde Ernährung im Gegensatz zu Junkfood, Naturheilkunde und mündlich überlieferte Geschichte durch Räume behandelt wurden, die traditionellen Geschichtenerzählern zur Verfügung gestellt wurden. Die Workshops werden in der Regel von solidarischen Kollektiven geleitet, die sich den genannten Themen widmen und sich hauptsächlich an die Schüler*innen der kleinen autonomen Schule von Finca Alemania sowie an die Kinder von Salchi im Allgemeinen richten.

Aufbauend auf Erfahrungen, vor allem aus städtischen Kontexten, mit Selbstverwaltung und Autonomie betrachten die Kollektive und Personen, die an der Internationalistischen Brigade teilnehmen, diese Organisationsform – die kollektive Selbstverwaltung von Räumen und Land – als eines der grundlegenden und entscheidenden Elemente für den Aufbau anderer möglicher Welten. Denn wie uns die Geschichte der zahlreichen Kampferfahrungen im Laufe der mexikanischen Geschichte lehrt, ist die Schaffung von Autonomie und selbstverwalteten Lebensweisen ein Weg, den es mit Entschlossenheit und Beharrlichkeit zu beschreiten und zu intensivieren gilt, als Formen der kollektiven Verwaltung von Körpern, Geistern und Territorien.

In diesem Zusammenhang und um Formen des Kampfes und der Vereinigung zu schaffen, die sich den Dynamiken der Ausbeutung und Plünderung von Territorien entgegenstellen, wird das Projekt des CODEDI zu einem grundlegenden Element des Aufbaus und des Widerstands.

Aktivitäten der kleinen autonomen Schule auf dem ehemaligen Bauernhof „Allemana“

Die Schaffung eines zukünftigen „Gemeinschaftlichen Bildungszentrums“ für Kinder und Jugendliche auf genau jenem Land, das das kapitalistische System der lokalen Bevölkerung zu entreißen versucht, ist eine besonders kühne und kämpferische Vision in einem globalen Umfeld, das zunehmend nachgiebig und resigniert ist. Im Gegensatz dazu bezieht dieses Projekt klar Stellung und zeigt auf welcher Seite es steht.

Es erscheint uns daher unerlässlich, den Willen zu betonen, die Anstrengungen zu verstärken und den jüngeren Generationen mehr Arbeit, mehr Betreuung und spezifische Ausbildung zukommen zu lassen, sowie den praktischen und konkreten Aufbau autonomer kollektiver Alternativen fortzusetzen, die es ermöglichen, wirksame Laboratorien der Gegenmacht zum Kapitalismus zu visualisieren und zu etablieren. Es gilt, Praktiken zu entwickeln, die gleichzeitig Formen oder Zentren des Widerstands gegen die zunehmend totalitäre Herrschaft der unauflöslichen Verbindung zwischen Kapital, Mafia und Staat bieten.

Eine Situation, die – auch angesichts der Armut oder des völligen Mangels an Perspektiven für Beschäftigung, Emanzipation und Selbstbestimmung – in den letzten Jahren sehr viele Menschen, insbesondere junge Menschen, Arme und Frauen, dazu gezwungen hat, sich der prekären Arbeitswelt anzuschließen, da sie keine andere Wahl hatten, als sich der Ausbeutung in den Maquiladora-Fabriken zu unterwerfen, in prekären, schlecht bezahlten und ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen in Mexiko oder den Vereinigten Staaten zu arbeiten, der Prostitution und dem Verkauf ihres eigenen Körpers sich auszusetzen oder sich als letztes Mittel als Arbeitskräfte im Dienste des organisierten Verbrechens zu verpflichten.

Sich ein Territorium zurückzuerobern, in dem man seinen eigenen Lebensunterhalt bestreitet, indem man Grundnahrungsmittel anbaut, die auch wirtschaftliche Selbstversorgung ermöglichen, wird zu einer Form der „sozialen, politischen und kulturellen Barrikade“ angesichts des Vormarsches des kriminellen/mafiösen Systems des Staates und der wichtigsten wirtschaftlichen Interessen, seien sie privat oder öffentlich. In einem System, das den Krieg zu seiner Doktrin und seiner Methode der Weltherrschaft macht, wird das derzeitige Bestreben, dem durch kollektive, selbstverwaltete und autonome Praktiken entgegenzuwirken, somit nicht nur zu einem NEIN zur Privatisierung und Ausbeutung, sondern auch zu einem JA zu einer anderen möglichen Welt.

Fazit: Die „Touristifizierung“ als koloniales Instrument der Ausbeutung

Für den alten Bauern Miguel Sánchez Hernández und die Bewohner von Playa Salchi und Umgebung stellt die Landwirtschaft ebenso wie die Fischerei in Flüssen und im Meer eine der wichtigsten Tätigkeiten und eine grundlegende Lebensgrundlage für die Familien dar. Diese wirtschaftlichen und traditionellen Praktiken haben in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen erfahren, bedingt durch eine Logik, die darauf abzielt, in dieser Region eine „Entwicklun “ in dieser Region durchzsetzen will, und zwar mittels eines zerstörerischen Massentourismus und logistischer Infrastrukturprojekte, darunter Straßen, die Oaxaca mit Guerrero und Veracruz verbinden, im Rahmen der Begleitprojekte zum Großprojekt des Interozeanischen Korridors der Landenge von Tehuantepec (CIIT). Dies hat sich negativ auf die Form des sozialen Eigentums ausgewirkt und in der Region eine merkantilistische Sichtweise auf das Land eingeführt, die Geldwäsche begünstigt und es den Interessen von Immobilienagenturen und Spekulanten ausliefert.

Große Infrastrukturprojekte und Tourismuszentren – im Widerspruch zum offiziellen und „progressiven“ Diskurs der Regierung – fallen als gnadenlose neokoloniale Projekte über indigene Gebiete herein. Es handelt sich um tatsächliche zeitgenössische Formen der Eroberung, die eine Lebensweise der Subsistenzwirtschaft angreifen, die vom kapitalistischen System als primitiv, überflüssig und wirtschaftlich nutzlos angesehen wird.

Die massive „Touristifizierung“ der natürlichen Ressourcen und insbesondere bestimmter Gebiete ist für uns keineswegs neu. Auch wir, die wir hier mit der Internationalistischen Brigade anwesend sind, leben oder haben auf Gebieten gelebt, deren Ausbeutung – verbunden mit der Privatisierung von Land und Ressourcen (Wasser, Wälder, Dschungel, Berge) – immense Mengen an Reichtum und Geldwäsche generiert hat und massiv zur fortschreitenden sozialen, kulturellen und territorialen Verwüstung beiträgt.

Es ist ein globaler Sturm, der von weit her kommt und jede Lebensform hinwegfegt, die sich nicht dem Kapital anpasst. Eine Form der Nekropolitik oder des „Gore-Kapitalismus“, der nicht mehr weiß, was er mit den überschüssigen, unproduktiven Körpern anfangen soll, die sich nicht den Diktaten des Systems beugen. Und der gleichzeitig den Reichtum und die natürlichen Ressourcen der lokalen Gemeinschaften an sich reißt, um sie in seinem eigenen Wirtschaftsmodell zu verwerten.

Ein Krieg, der historisch gesehen durch seine kolonialen und Herrschaftsmerkmale ganze Gebiete und Bevölkerungen verwüstet hat und ein Umfeld der Abhängigkeit und Ausbeutung geschaffen hat, das die Grundlage für Bereicherung, eine gewisse Vorherrschaft, eine schlecht definierte Entwicklung und auch – das dürfen wir nicht vergessen – für bestimmte „Rechte“ bildet, die in der westlichen Welt errungen wurden, einem Westen, der seit jeher räuberisch und kolonialistisch ist.

„Der Fall von Playa Salchi symbolisiert eine der grundlegenden Herausforderungen unserer Zeit: der Bekämpfung von Formen der Kriminalität, denen es gelungen ist, sich nahtlos in die rechtlichen und institutionellen Strukturen einzufügen. Es handelt sich nicht um Kriminelle, die am Rande des Systems agieren, sondern um Kriminelle, die das System selbst sind“, fasst Kino Balu zusammen.

Playa Salchi wird so zu einem Symbol-Paradigma der kolonialen Enteignung, die nicht nur in Mexiko, sondern in vielen Regionen der Welt verbreitet ist, wo die an Vielfalt und Menschlichkeit reichen Gebiete des sogenannten „globalen Südens“ ihren jeweiligen Bevölkerungen entrissen, kommerzialisiert und hyperproduktiv gemacht werden, um einen aggressiven, reichen und „weißen“ Tourismus zu intensivieren, der sich nicht im Geringsten um die Besonderheiten der lokalen Gemeinschaften schert. Ein Tourismus, der Ressourcen privatisiert, die Lebenshaltungskosten unhaltbar in die Höhe treibt und die Armen aus den Tourismusgebieten vertreibt oder sie als billige Arbeitskräfte ausbeutet.

Der Widerstand

Eine massive Gentrifizierung und „Touristifizierung“, die sich an wohlhabende Eliten richtet, mit dem Ergebnis, dass ganze Bevölkerungsgruppen, geografische Gebiete und Territorien ihr Gedächtnis, ihre Würde und ihre Lebensperspektiven verlieren und an den Rand des aktuellen Wirtschaftssystems gedrängt werden.

Eine Würde, wie die hier beschriebenen Initiativen zeigen, die durch direkten Widerstand, die Wiederverbindung mit der Erde und der Natur sowie durch die kollektive Selbstverwaltung von Räumen und Zeiten wiedererlangt werden kann.

Angesichts dieser Enteignungsmaschinerie haben die Gemeinschaften der Sierra Sur und von Playa Salchi Beispiele des Widerstands entwickelt, die über die bloße Verteidigung des Territoriums hinausgehen. Ihr Kampf stellt das Entwicklungsmodell an sich in Frage, das Territorien als Waren und Gemeinschaften als Hindernisse für den Fortschritt betrachtet.

Hier wie anderswo wird die Entscheidung, auf welcher Seite man steht, unabdingbar, und der Widerstand gegen das Kriegssystem wird konkret und real: im Aufbau einer autonomen Volksmacht, in Netzwerken territorialer Solidarität, die über die vom Nationalstaat auferlegten Grenzen hinausgehen, und in konfliktreichen und direkten Organisationsformen, deren Legitimität nicht von institutioneller Vermittlung abhängt.

„Das Land ist nicht zu verkaufen, wir lieben es und verteidigen es“

Internationale Brigade, Playa Salchi, März 2026

LA RESISTENCIA DE PLAYA SALCHI (ESP)

Proponemos este informe redactado inicialmente en italiano, francés y alemán con el propósito de darle difusión en Europa, por lo mismo puede que algunos párrafos que resumen el contexto sociopolítico de México se perciban como redundantes para el lector mexican@, aun así, decidimos mantenerlos para que otrxs lectorxs hispanohablantes puedan tener acceso a más información.

INFORME DE LA BRIGADA INTERNACIONALISTA CONTRA LA PRIVATIZACIÓN DE «PLAYA SALCHI»

Introducción

Los días 25, 26 y 27 de marzo de 2026 un grupo de compañerxs del Nodo Solidale, del Colectivo Zapatista de Lugano, del SOA Il Molino y otras personas solidarias de Italia y Suiza llevamos a cabo una brigada internacionalista de solidaridad con la lucha contra la privatización de la «playa de Salchi», en la costa de Oaxaca, México.

Los colectivos mencionados fuimos invitados por el Comité de Defensa de los Derechos Indígenas (CODEDI) — una organización popular, presente en más de 25 comunidades de la región que desde 1998 lucha por la defensa del territorio — a conocer el caso emblemático de despojo y especulación de las tierras que perjudican al compañero campesino Miguel Sánchez Hernández. Durante los tres días de intercambio de conocimientos, talleres, juegos con las infancias y prácticas de lucha, se realizaron varias entrevistas con las personas involucradas en esta lucha en defensa del territorio, cuya síntesis se presenta en este informe y en un vídeo que se publicará próximamente.

Contexto sobre la «cuestión de la tierra» en México

En México, como resultado de las luchas seculares, las guerras campesinas y las revoluciones, existe un sistema de propiedad de la tierra que reconoce, además de la propiedad pública y privada, también la propiedad social (por lo tanto, colectiva) de las tierras. Una realidad que abarca más de la mitad del territorio nacional. Concretamente, a partir de la revolución de Emiliano Zapata y Francisco Villa, se consagró en la Constitución de 1917 la inalienabilidad de la tierra y su redistribución en núcleos agrarios conocidos como ejidos y tierras comunales. Redistribución que tuvo lugar a partir de finales de los años 30 y que se prolongó hasta 1992, año en el que mediante una reforma constitucional se sancionó la vendibilidad parcial de las tierras ejidales. Los ejidos fueron asignados por decreto presidencial, mientras que las tierras comunales se asignaron sobre la base del reconocimiento de las tierras «ancestrales», definidas por los documentos y acuerdos firmados entre los pueblos indígenas y la Corona Española durante la época colonial.

En general, el uso de estas tierras colectivas es gestionado por la asamblea de los ejidatarios o comuneros, como máxima autoridad local, dentro del marco legal de la Reforma Agraria. Son tierras que pueden heredarse de padres a hijos o intercambiarse dentro del núcleo agrario, pero que no pueden revenderse fuera del mismo (salvo excepciones específicas). Este sistema de gestión de las tierras representa una verdadera forma de poder comunitario, campesino y a menudo indígena, en la que se ancla el llamado sistema de «usos y costumbres».

Tierra es Libertad

En México, las tierras colectivas, al menos formalmente, se extienden sobre unos 100 millones de hectáreas, gestionadas por más de 30 000 núcleos agrarios. Este sistema ha sido constantemente erosionado por leyes, decretos e intentos de reformas constitucionales y, de hecho, por prácticas favorecidas por las grandes empresas y los consorcios económicos y políticos nacionales, todos interesados en reducir el espacio de autonomía del campesinado y los pueblos indígenas del país. Toda esta tierra «legalmente sustraída» al mercado capitalista resulta, de hecho, muy atractiva para múltiples actores económicos y políticos.

En los últimos años, el crimen organizado ha participado en el saqueo constante contra los pueblos indígenas y los campesinos, interviniendo como brazo armado tanto en los territorios donde se han llevado a cabo los mega-proyectos promovidos por el gobierno (como el Corredor Transístmico y el Tren Maya), como a nivel local asociándose con cualquier empresario o político que tenga en juego jugosas ganancias sobre parcelas de tierra colectivas.

Es importante mencionar que en México, en los últimos 20 años, han sido asesinadas más de 500 000 personas y unas 134 000 figuran como «desaparecidas». El país vive una guerra de fragmentación territorial: una guerra civil «anómala», intermitente, asimétrica, dispersa pero profundamente violenta;  todo esto conforma un complejo sistema de expoliación a varios niveles que cada día ataca, reduce y malvende las tierras colectivas y se ensaña contra quienes las defienden.

El caso de la playa de Salchi es un ejemplo entre miles de otros, a lo largo de todas las costas de México.

Breve historia del robo de tierras en Salchi

Playa Salchi forma parte del conjunto de tierras comunales de San Pedro Pochutla, en el estado de Oaxaca. Tierras que con la creación del complejo turístico de Bahías de Huatulco a principios de los años 90 sufrieron una privatización rápida e ilegal. El mecanismo más utilizado fue la compraventa de terrenos mediante la emisión de documentos fraudulentos firmados por el comisario de turno de los bienes comunales. El comisario es la figura elegida por la asamblea de los comuneros que debería proteger y gestionar las tierras colectivas, pero a menudo se convierte precisamente en la autoridad agraria local más fácilmente corruptible por parte de los intereses privatizadores (o eliminable por estos cuando, por el contrario, se niega a entrar en el negocio). Muy a menudo, los comisarios de los bienes comunales se convierten así en los principales cómplices de los empresarios: reciben de ellos un soborno o una comisión por las tierras cedidas, a pesar de que los títulos de propiedad emitidos no tengan ningún valor formal ante el Tribunal Agrario y el Catastro, es decir,estas instituciones que inmersas en el mismo sistema de corrupción generalizada se vuelven eternamente ciegas ante estas irregularidades crónicas.

Playa Salchi

La mayoría de las villas que los ricos lucen en las costas de México se han construido con estos permisos falsificados y sobre tierras comunales indígenas o campesinas.

La bahía de la playa de Salchi es la salida al Pacífico de una parcela de 28 hectáreas de tierra comunal asignada a Miguel Sánchez Hernández, un campesino de 87 años, que la ha cuidado desde que la heredó, para uso agrícola, de su abuelo adoptivo. Desde los primeros intentos de privatización, Don Miguel se ha negado a ceder las tierras que le fueron asignadas para la construcción de zonas turísticas. Pero su negativa como propietario formal ha sido totalmente insuficiente para impedir su privatización.

En el año 2000, David Ortega del Valle le propuso vender 10 hectáreas de terreno «frente al mar» a un consorcio inmobiliario canadiense, con la promesa inicial de un pago por los terrenos. Acuerdo que al día de hoy no se ha cumplido. En esta zona, en los últimos años hasta 2025, se han construido 42 viviendas con «vistas al mar», ocupadas estacionalmente en su mayoría por jubilados canadienses. A lo largo de los años, Miguel Sánchez ha intentado recuperar las tierras con el apoyo de diversas organizaciones sociales y de derechos humanos, entre ellas el CODEDI, que históricamente organiza comités locales en la región para la defensa de los derechos indígenas y se moviliza promoviendo la resistencia contra los proyectos capitalistas y extractivistas en los territorios indígenas, especialmente en la Costa y la Sierra Sur de Oaxaca.

En 2017, el CODEDI y otras organizaciones locales aliadas comenzaron a trabajar cíclicamente las aproximadamente 14 hectáreas de tierras que habían quedado libres de la turistificación, cultivando maíz, calabacitas y frijoles, así como otros alimentos destinados a las familias de las comunidades de la organización.

la “colonia” canadiense

En julio de 2018, el coordinador local del CODEDI, Abraham Hernández González, fue secuestrado cerca de la playa y posteriormente asesinado: su cuerpo fue hallado en la localidad cercana de Cuatunalco. Las circunstancias del asesinato nunca se investigaron y al día de hoy los responsables gozan de total impunidad. Este dramático suceso agravó el conflicto por las tierras de Salchi y puso de manifiesto la complicidad del crimen organizado con los empresarios implicados. «Desde agosto de 2020 —cuenta Miguel Sánchez— he sido objeto de repetidos intentos de despojo de las tierras y de mi vivienda, con personas encapuchadas y armadas que me vigilan y realizan rondas continuas». De hecho don Miguel denuncia, durante una Caravana de Observación de los Derechos Humanos en septiembre de 2025, que un día llegaron 8 furgonetas con personas armadas en la y en esa ocasión fue secuestrado, amenazado de muerte, agredido con empujones, obscenidades y burlas de diversa índole, lo que comprometió su estado de salud hasta el punto de tener que ser operado de urgencia.

Se tiene constancia de al menos otras dos acciones de intimidación ocurridas durante el desarrollo de actividades públicas:

– El 7 de junio de 2025 se celebró el «Foro en defensa de la tierra y los derechos agrarios de los campesinos de la costa», con la participación de 17 organizaciones que denunciaron el intento de despojo en Playa Salchi. Durante el evento, 16 personas armadas vinculadas al «Cartel del Despojo» irrumpieron en los terrenos de Miguel Sánchez, amenazando su vida para imponer otro proyecto turístico.

– El 29 de enero de 2026, un grupo de civiles, entre los que se encontraba el colombiano Arturo Peralta (responsable del proyecto inmobiliario del mencionado consorcio canadiense), irrumpió en las tierras de Miguel Sánchez, las que aún no están invadidas por la turistificación, con excavadoras y maquinaria pesada, acompañado de tres patrullas de la policía estatal. Durante la agresión, las excavadoras, escoltadas por las fuerzas de seguridad y por algunos civiles armados, demolieron por completo algunas casitas y construcciones dispersas en los terrenos agrícolas, utilizadas también por otros campesinos que suelen acudir a ayudar a don Miguel a trabajar la tierra. Armas en mano, se repitieron los insultos y las amenazas contra el anciano campesino y las demás personas presentes. La participación de la policía estatal, en evidente defensa de una agresión ilegítima e ilegal y al lado de civiles armados no identificados, pone aún más de manifiesto la complicidad de las instituciones con la actuación criminal del «Cartel del Despojo».

Como internacionalistas, no podemos dejar de señalar la escalofriante similitud de este último hecho con las excavadoras del ejército israelí en Palestina que, en nombre de las retorcidas leyes del «colonialismo de asentamiento», fortifican las zonas privatizadas por los colonos «blancos» y demuelen, armas en mano y con violencia, las casas de los nativos, los campesinos y los pastores de la zona. Lo cual nos reitera cómo el capitalismo despliega en diferentes geografías los mismos dispositivos coloniales y racistas de discriminación, limpieza étnica, expropiación y criminalización.

El «Cartel del Despojo»

Don Miguel, los compañeros y compañeras del CODEDI y de otras organizaciones aliadas, reunidos en defensa de la playa de Salchi, señalan que existe un grupo de personas, entre las que se encuentran algunos funcionarios de Morena (partido en el poder tanto a nivel estatal como federal) que —en contubernio con los comisarios de los bienes comunales, las autoridades del tribunal agrario, con las fuerzas del orden y el crimen organizado— se enriquecen orquestando las privatizaciones de las playas y de los terrenos comunales en la costa de Oaxaca.

Junto con el caso de Salchi, también se han dado a conocer los casos de la cercana playa de El Coyote y de la playa de El Coyul (varios kilómetros más al sur). Este grupo de personas, bautizado como el «Cartel del Despojo», aplica en todas partes el mismo modus operandi: envía gente armada para intimidar y desalojar a los campesinos con amenazas y violencia; se apropia de las tierras simulando legalidad mediante documentos emitidos por autoridades agrarias corruptas; revende a consorcios inmobiliarios extranjeros especulando con cada metro de tierra robada (una parcela de 200 m², sustraída con engaño y violencia, se revende entre 50 000 y 100 000 euros —entre 1 y 2 millones de pesos mexicanos). Para que después los consorcios de desarrollo inmobiliario revendan a su vez, a precios estratosféricos, las «casitas frente al mar» en el mercado de sus países de origen (a menudo EE. UU., Canadá, la Unión Europea, pero también Arabia Saudí y Rusia), facturando en dólares. El flujo de dinero generado por esta especulación es inmenso y solo beneficia a quienes ya son ricos: funcionarios, empresarios y mafiosos.

El resultado de toda esta operación mafiosa no es más que una gentrificación de las playas basada en un modelo extractivista que, reiteran los interlocutores, solo puede funcionar con el apoyo cómplice de las instituciones, cuyas operaciones irregulares se ven lubricadas por sustanciales sobornos.

Los actores locales y nacionales de este «cartel», señalados como principales beneficiarios del robo de tierras, son los diputados federales Alejandro Avilés Álvarez (del Partido Verde Ecologista de México, pero afiliado a Morena) y Juan Hugo de la Rosa (Morena), el asistente jurídico Orlando Acevedo (del PRI), el ex comisionado de bienes comunales de Pochutla Jesús «Chucho» Reyes, David Ortega del Valle (director de Gestión Ambiental de la Secretaría de Medio Ambiente de Oaxaca), el político local Alfonso Esparza, el empresario Israel Carreño Morales (despojador de playa El Coyote )y el contable Sergio Castro López. Así, el grupo opera con impunidad gracias a la protección de elementos de los tres niveles de gobierno (municipal, estatal y federal) y con la participación tanto de los partidos de la mayoría como de la oposición.

La costa lava más blanco: expoliación y lavado de dinero (*)

(* Este capítulo es un extracto de un artículo de Kino Balu https://elgirodelarueda.net/despojo-playa-salchi-castro-lopez-oaxaca/)

Construcciones ilegales

El conflicto de Playa Salchi es en cierto modo el emblema de la ofensiva de expropiación territorial y mercantilización del litoral de Oaxaca: un auténtico campo de experimentación. Aquí se entrelazan la histórica criminalidad financiera de personajes como Sergio Castro López (un contable de origen humilde que ascendió en las jerarquías hasta convertirse en un blanqueador de miles de millones, mediante el perfeccionamiento de esos «esquemas fiscales agresivos» que han permitido a gobernadores y empresas evadir ampliamente sus obligaciones fiscales. Su empresa —Inteligencia de Negocios— ha funcionado como centro operativo para redes de 150 testaferros, moviendo más de 100 000 millones de pesos en operaciones de blanqueo), con la de operadores políticos locales, protegidos por el nombre de partidos como Morena y Verde Ecologista y respaldados por la «Cuarta Transformación» en el Gobierno y sus centros de interés.

Este fenómeno revela un patrón: los proyectos hoteleros en terrenos expropiados no son sólo operaciones inmobiliarias, sino también mecanismos de lavado de dinero. Los hoteles permiten justificar enormes flujos financieros, al tiempo que generan activos inmobiliarios en territorios estratégicos. La costa de Oaxaca, con su potencial turístico y su debilidad institucional, ofrece las condiciones ideales para esta simbiosis entre la expropiación territorial y el lavado de dinero. El gobierno no solo tolera estas operaciones, sino que las integra orgánicamente en su propio proyecto político, demostrando que la llamada «Cuarta Transformación» puede convivir tranquilamente con las formas más sofisticadas de la criminalidad capitalista.

Hotel recuperado

Un modelo de expoliación integral, en el que la apropiación del territorio se entrelaza con el control político, el lavado de dinero y la cooptación institucional para crear enclaves de total impunidad, y que opera a través de varias fases: en primer lugar, la identificación de territorios estratégicos con comunidades institucionalmente debilitadas; en segundo lugar, la construcción de alianzas con actores políticos locales; en tercer lugar, el desarrollo de proyectos inmobiliarios que justifican el blanqueo de capitales; en cuarto lugar, la neutralización de las resistencias mediante la cooptación o la criminalización de los opositores.

Don Miguel Sánchez, con sus 87 años y más de sesenta años de trabajo en esas tierras, encarna todo lo que este modelo pretende eliminar: la memoria histórica, los derechos territoriales ancestrales y la resistencia campesina.

Su despojo no es casual: es metódico.

La resistencia y las alianzas

Don Miguel Sánchez Hernández no está solo. Cuenta con el apoyo del CODEDI y de las organizaciones sociales de la izquierda anticapitalista del FORO (Frente de Organizaciones de Oaxaca), así como de otros aliados estratégicos que han logrado convertir este caso en un ejemplo de resistencia y no de despojo silencioso, como lamentablemente ha ocurrido en muchos, demasiados, casos similares en la misma costa de Oaxaca, así como en otras partes de México.

Como ya se ha dicho, en junio de 2025, entre las dunas disputadas de la playa de Salchi, se reunieron 14 organizaciones locales, que a su vez convocaron la Misión de Observancia de los Derechos Humanos (Misión de Observación de los Derechos Humanos), llevada a cabo los días 12 y 13 de julio de 2025, la cual redactó un informe detallado sobre la violación de los derechos humanos en las playas de Salchi y El Coyote. La misión reunió a 17 organizaciones de la sociedad civil, a los representantes legales del sindicato de docentes de la Sección XXII de la CNTE en Oaxaca, así como a ciudadanos y abogados de la sociedad civil pertenecientes a organizaciones sociales, todas ellas con una larga experiencia en la defensa de los derechos humanos y colectivos en el estado de Oaxaca.

Las siguientes organizaciones han estado y están presentes en la vigilancia constante del territorio y de la situación: CODEDI, CODEPO (Comité de Defensa de los Derechos del Pueblo de Oaxaca), 14 DE JUNIO, CCCP (Consejo de Comunidades Campesinas y Proletarias), COCISS (Consejo de Comunidades Indígenas de la Sierra Sur), APIIDTT (Asamblea de los Pueblos Indígenas del Istmo en Defensa de la Tierra y el Territorio), la ONG EDUCA, MIUCO (Mujeres Indígenas y Afros Unidas por el Bien de la Costa Oaxaqueña), FPR (Frente Popular Revolucionario), FIZ (Frente Indígena Zapoteco), la Asamblea de la Comunidad Indígena Puente Madera, la Asamblea de la Comunidad Indígena El Coyul y la Cooperativa Cimarronez.

Además, a lo largo de los años, el CODEDI ha construido una red de colaboraciones y alianzas nacionales e internacionales con otras organizaciones indígenas, alguna de ellas vinculadas al Congreso Nacional Indígena (CNI), y con colectivos europeos que apoyan el zapatismo, como los que han participado en la elaboración del presente informe. Gracias a estos contactos se ha dado vida a una visita informativa y solidaria de una brigada de activistas italian@s a finales de julio de 2025 y a la actual Brigada Internacionalista de finales de marzo de 2026.

Los colectivos implicados se han comprometido a seguir vigilando, incluso a distancia, la situación de apropiación indebida y de posible represión de la resistencia en las tierras de Miguel Sánchez Hernández.

El uso autogestionado de los espacios y los campos

Las 14 hectáreas de tierra que aún resisten el avance de la colonización inmobiliaria y turística se cultivan cíclicamente con maíz, frijoles, calabacitas, papaya y otras frutas de temporada. Los compañeros y compañeras del CODEDI organizan «tequios» con los comités locales de su organización para demostrar un uso sano, alternativo, ecológico y autogestionado de los campos, en antítesis al modelo extractivista de los consorcios inmobiliarios.

En Playa Salchi, estos dos modelos en completa oposición se enfrentan física y políticamente.

El CODEDI proviene de una larga tradición de procesos autogestivos, partiendo de la experiencia en el 2006 de la insurrección y de la Comuna de Oaxaca, y en cierta medida se ha inspirado en los caminos autónomos del Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN), del CIDECI en Chiapas y de los demás pueblos indígenas del CNI. Con este impulso, en 2013 creó un Centro de Formación en la Ex Finca Alemania (Sierra Sur) donde niños y jóvenes de sus propias comunidades y aldeas pueden estudiar y aprender diversas artes y oficios, a través de un proceso pedagógico empírico y autónomo. Este modelo libertario de «escuela viva» se traslada periódicamente a Salchi, donde se organizan talleres para niñxs y adolescentes que se llevan a cabo en los espacios de un gran y moderno hotel ilegal, construido sin ningún permiso a pocos metros de la playa y recuperado posteriormente por quienes defienden el territorio.

Pintas en Playa Salchi

En los primeros meses de 2026, por ejemplo, se celebraron varios encuentros y talleres para la infancia en Playa Salchi, que trataron temas como la biología marina, la comida sana frente a la comida basura, la medicina natural y la historia oral, ofreciendo un espacio a los cuentacuentos. Los talleres suelen ser impartidos por colectivos solidarios que se dedican a los temas mencionados y están dirigidos principalmente a los alumnos y alumnas de la escuelita autónoma de Finca Alemania y a las infancias en general presentes en Salchi.

Partiendo de experiencias, sobre todo urbanas, de autogestión y autonomía, los colectivos y las personas que participamos en la Brigada Internacionalista consideramos esta forma —la autogestión colectiva de los espacios y las tierras— como uno de los elementos fundamentales y decisivos para la construcción de otros mundos posibles. De hecho, como nos enseña la historia de las numerosas experiencias de lucha mexicanas, la creación de la autonomía y de formas autónomas de vida son un camino que hay que recorrer e intensificar con determinación y constancia como formas de gestión colectiva de cuerpos, mentes y territorios.

En este contexto, y para crear formas de lucha y de unión que se opongan a las dinámicas de despojo y saqueo de los territorios, la propuesta del CODEDI se convierte en un elemento fundamental de construcción y de oposición.

Actividad de la escuelita autónoma de la ex finca Alemania

La creación de un futuro «Centro Comunitario de Formación» dedicado a la infancia y a los jóvenes, en las mismas tierras que el sistema capitalista está tratando de arrebatar a las poblaciones locales, es una visión particularmente insolente y combativa, en un panorama global cada vez más complaciente y resignado, que se posiciona claramente y elige de qué lado estar.

Por lo tanto, nos resulta esencial resaltar la voluntad de intensificar y dedicarse a una labor de atención, cuidado y formación específica hacia las jóvenes generaciones, y la de mantener la construcción práctica y real de alternativas colectivas autónomas, que permiten visualizar y realizar laboratorios efectivos de contrapoder frente al capitalismo. Prácticas que proponen al mismo tiempo formas o focos de resistencia a la dominación cada vez más totalitaria de la unión indisoluble entre capital, mafia y Estado. Situación que —dada también la precariedad o la ausencia total de una salida laboral, de emancipación y de autodeterminación— muchísimas personas, en particular jóvenes, pobres y mujeres, en los últimos años, no han tenido otra opción posible que la de incorporarse a la mano de obra precaria relegada a las maquilas, a los trabajos mal remunerados y explotados en México o en Estados Unidos, al trabajo sexual que muchas veces cae en manos de tratantes, y en última instancia, alistarse como mano de obra para el crimen organizado.

Recuperar un territorio en el que al mismo tiempo se autoproduce el propio sustento, mediante el cultivo de alimentos básicos que pueden generar también autosuficiencia económica, se convierte en una forma de «barricada social, política y cultural» frente al avance del sistema criminal/mafioso del Estado y de los principales intereses económicos, privados o estatales. En un sistema que hace de la guerra su doctrina y su imposición del mundo, el esfuerzo en curso para contrarrestarlo con prácticas colectivas, autogestionadas y autónomas se convierte, por tanto, no solo en un NO a la privatización-despojo, sino también en un SÍ a otro mundo posible.

Conclusión: la turistificación como instrumento colonial de expoliación

Para el anciano campesino Miguel Sánchez Hernández y los habitantes de Playa Salchi y sus alrededores, la agricultura, al igual que la pesca en los ríos y en el mar, constituye una de las principales actividades y una fuente fundamental de sustento para las familias. Estas prácticas económicas y tradicionales han sufrido grandes transformaciones en los últimos años, debido a una lógica que pretende instaurar en esta región el «desarrollo» a través de un turismo de masas destructivo y mediante proyectos de infraestructuras logísticas, viarias de ellas que conectan a Oaxaca con Guerrero y Veracruz en el marco de los proyectos complementarios a la gran obra del Corredor Interoceánico del Istmo de Tehuantepec (CIIT). Esto ha tenido un impacto negativo en la forma de la propiedad social y ha introducido en la región una visión mercantilista de la tierra, fomentando el lavado de dinero y poniéndola en manos de agencias inmobiliarias y particulares.

Las grandes infraestructuras y los polos turísticos —contradiciendo el discurso oficial y «progresista» del gobierno— se abalanzan sobre las tierras indígenas como despiadados proyectos neocoloniales. Auténticas formas contemporáneas de conquista contra un modo de vida de subsistencia, considerado primitivo, excedente e inútil para el sistema capitalista.

La turistificación masiva de los recursos naturales y, en particular, de territorios específicos, no es en absoluto nueva para nosotros. También nosotros, como personas aquí presentes con la Brigada Internacionalista, vivimos o hemos vivido en territorios cuya explotación, ligada a la privatización de tierras y recursos (aguas, bosques, selvas, montañas), ha generado inmensas cantidades de dinero para blanquear, contribuyendo de manera masiva a la actual devastación social, cultural y territorial en curso.

Una tormenta planetaria que viene de lejos y que está arrasando con toda forma de vida que no se ajusta al capital. Una forma de necropolítica o de capitalismo gore que ya no sabe qué hacer con los cuerpos sobrantes, improductivos y que no se ajustan a los dictados del sistema. Y que, al mismo tiempo, sustrae las riquezas y los recursos naturales a las comunidades locales para valorizarlos en su propio modelo económico.

Una guerra que, históricamente en sus especificidades coloniales y de dominio, ha devastado territorios y poblaciones enteras, creando un contexto de dependencia y explotación, origen del enriquecimiento, de una cierta supremacía, del mal definido desarrollo y también —no lo olvidemos— de ciertos «derechos» conquistados en el mundo occidental, desde siempre depredador y colonial.

«El caso de Playa Salchi sintetiza uno de los retos fundamentales de nuestro tiempo: hacer frente a formas de criminalidad que han logrado camuflarse perfectamente con las estructuras legales e institucionales. No se trata de delincuentes que operan al margen del sistema, sino de delincuentes que son el sistema mismo», resume Kino Balu.

Playa Salchi se convierte, por tanto, en un paradigma de expoliación colonial, extendido no solo en México sino en muchas partes del planeta, donde las tierras ricas en diversidad y humanidad del llamado «sur global» son arrebatadas a sus respectivas poblaciones, mercantilizadas y convertidas en hiperproductivas con el fin de intensificar un turismo agresivo, rico y «blanco», al que no le importan en absoluto las especificidades de las comunidades locales. Un turismo por el que se privatizan los recursos, el coste de la vida sufre subidas insostenibles y los pobres son expulsados de los centros de interés o explotados en y por ellos, como mano de obra barata.

La resistencia

Una gentrificación y una turistificación, tanto masiva como dirigida a las élites acomodadas, que hace que poblaciones enteras, geografías y territorios pierdan memoria, dignidad y posibilidades de vida, relegándolos a los márgenes del sistema económico actual.

Una dignidad que, también aquí, nos enseñan que se puede recuperar con la acción directa en la resistencia, la reconexión con la tierra y la naturaleza, con la autogestión colectiva de los espacios y los tiempos.

Frente a esta maquinaria de expropiación, las comunidades de la Sierra Sur y de Playa Salchi han desarrollado ejemplos de resistencia que van más allá de la simple defensa del territorio. Su lucha pone en tela de juicio el propio modelo de desarrollo que considera los territorios como mercancía y las comunidades como obstáculos al progreso.

Aquí, como en otros lugares, la elección del bando en el que situarse se vuelve precisa y la oposición al sistema-guerra se hace concreta y real: en la construcción de un poder popular autónomo, en redes de solidaridad territorial que superan las fronteras impuestas por el Estado-nación y en formas de organización conflictivas y directas, cuya legitimidad no dependa de la mediación institucional.

«La tierra no se vende, se ama y se defiende»

Brigada Internacionalista, Playa Salchi, marzo de 2026

LA RESISTENZA DELLA SPIAGGIA DI SALCHI (ITA)

REPORT DELLA BRIGATA INTERNAZIONALISTA CONTRO LA PRIVATIZZAZIONE DI “PLAYA SALCHI”

Introduzione 

I giorni 25, 26 e 27 marzo 2026 un gruppo di compagnx del Nodo Solidale, del Collettivo Zapatista di Lugano, del SOA Il Molino e altre persone solidali d’Italia e Svizzera hanno realizzato una brigata internazionalista di solidarietà con la lotta contro la privatizzazione della “spiaggia di Salchi” nella costa di Oaxaca, Messico. 

I collettivi suddetti sono stati invitati dal Comité de Defensa de los Derechos Indigenas (CODEDI) – organizzazione popolare, presente in oltre 25 villaggi della regione che dal 1998 lotta per la difesa del territorio – a conoscere il caso emblematico di sfruttamento e speculazione delle terre a danno del contadino Miguel Sánchez Hernández. Durante le tre giornate di condivisione di saperi, workshop, giochi con l’infanzia e pratiche di lotta, si sono realizzate diverse interviste con le persone coinvolte in questa lotta in difesa del territorio, la cui sintesi si presenta in questo report e in un video che seguirà. 

Contesto sulla “questione della terra” in Messico

In Messico, come risultato delle lotte secolari, delle guerre contadine e delle rivoluzioni avvenute, esiste un sistema di proprietà della terra che riconosce, oltre alla proprietà pubblica e privata, anche la proprietà sociale (quindi collettiva) delle terre. Realtà che copre più della metà del territorio nazionale. Nello specifico a partire dalla rivoluzione di Emiliano Zapata e Francisco Villa venne sancito, nella Costituzione del 1917, l’invendibilità della terra e la sua ridistribuzione in nuclei agrari conosciuti come ejidos e tierras comunales. Ridistribuzione avvenuta a partire dalla fine degli anni 30 e in atto fino al 1992; anno in cui con una riforma costituzionale si è sancita la parziale vendibilità delle terre ejidali. Gli ejidos furono assegnati per decreto presidenziale, le tierras comunales vennero assegnate sulla base del riconoscimento delle terre “ancestrali”, definite dai documenti e accordi firmati tra i popoli indigeni e la Corona Spagnola, durante gli anni della Colonia. 

Tierra es Libertad

In generale l’uso di queste terre collettive è gestito dall’assemblea degli ejidatarios o comuneros, come massima autorità locale, dentro la cornice legale della Riforma Agraria. Sono terre che possono essere ereditate di padre in figlio o scambiate all’interno del nucleo agrario ma che non possono essere rivendute all’esterno dello stesso (salvo specifiche eccezioni). Queste forme di gestione delle terre rappresentano una vera e propria forma di potere comunitario, contadino e spesso indigeno a cui si ispira il cosidetto sistema degli “usi e costumi” (norme comunitarie ancestrali che regolano la vita politica, sociale e culturale delle comunità indigene che hanno una propria assemblea, elezioni per le cariche pubbliche senza la presenza di partiti politici e praticano il “tequio”, una forma di lavoro collettivo o di servizio comunitario, gratuito e a favore, appunto, della comunità). 

In Messico le terre collettive, almeno formalmente, si estendono su circa 100 milioni di ettari, gestite da più di 30.000 nuclei agrari. Questo sistema è stato costantemente erosionato da leggi, decreti e tentativi di riforme costituzionali e, nei fatti, con pratiche favorite dalle grandi imprese e consorzi economici e politici nazionali, tutti interessati a ridurre lo spazio di autonomia dei contadini e dei popoli indigeni nel Paese. Tutta questa terra “legalmente sottratta” al mercato capitalista, fa infatti gola a molteplici attori economici e politici.

Negli ultimi anni il crimine organizzato ha preso parte a questo saccheggio costante contro i popoli indigeni e i contadini, intervenendo come braccio armato tanto nei territori dove si sono realizzate o si vogliono realizzare le grandi opere promosse dal governo di turno (come il Corredor Transismico e il Tren Maya), quanto localmente associandosi con qualsiasi imprenditore o politico abbia in ballo guadagni succulenti su pezzi di terra collettivi. 

È necessario menzionare, per dare un quadro del contesto, che in Messico negli ultimi 20 anni sono state assassinate più di 500.000 persone e circa 134.000 risultano “desaparecidas”, cioè scomparse. Il Paese vive una guerra di frammentazione territoriale: una guerra civile “anomala”, intermittente, asimmetrica, sparsa ma profondamente violenta; tutto ciò si traduce in un sistema complesso di spoliazione a più livelli che tutti i giorni aggredisce, riduce e svende le terre collettive e si accanisce contro chi le difende. 

Il caso di spiaggia Salchi, dunque, è un esempio fra migliaia di altri, lungo tutte le coste del Messico.

Breve storia del furto di terre a Salchi 

Playa Salchi

Playa Salchi è parte dell’insieme delle terre comunales di San Pedro Pochutla nello stato di Oaxaca. Terre che, con la creazione del polo turistico di Bahias de Huatulco nei primi anni ’90, hanno subito una privatizzazione rapida e illegale. Il meccanismo più utilizzato è stato la compravendita di terreni attraverso l’emissione di documenti fraudolenti firmati dal commissario di turno dei bienes comunales. Il commissario è la figura eletta dall’assemblea dei comuneros che dovrebbe tutelare e gestire le terre collettive ma spesso diviene proprio l’autorità agraria locale più facilmente corrompibile da parte degli interessi privatizzatori (o eliminabile dagli stessi quando invece si rifiuta di entrare nel business). Molto spesso i commissari dei bienes comunales diventano così i complici principali degli imprenditori: ricevono da parte loro una tangente o una percentuale per i terreni ceduti, nonostante il fatto che gli atti di proprietà emessi non hanno alcun valore formale di fronte al Tribunale Agrario e al Catasto, ovvero quelle stesse istituzioni che, immerse nel medesimo sistema di corruzione generalizzato, diventano eternamente cieche di fronte a queste irregolarità croniche. 

La maggioranza delle ville che i ricchi sfoggiano sulle coste del Messico sono state costruite con questi permessi falsificati e su terre collettive indigene o contadine.

La baia della spiaggia di Salchi è lo sbocco sul Pacifico di un appezzamento di 28 ettari di tierra comunal assegnati a Miguel Sánchez Hernández, contadino di 87 anni, che se n’è preso cura da quando l’ereditò, per uso agricolo, da suo nonno adottivo. A partire dai primi tentativi di privatizzazione, Don Miguel si è rifiutato di cedere i terreni a lui assegnati per la costruzione di zone di turismo. Ma il suo diniego come proprietario formale è stato totalmente insufficiente per impedirne la privatizzazione. 

Nel 2000 David Ortega del Valle gli propose di vendere 10 ettari di terreno “fronte mare” a un consorzio immobiliare canadese, con la promessa iniziale di un pagamento per i terreni. Accordo che ad oggi non è stato rispettato. In questa zona, da allora fino al 2025, sono state costruite 42 abitazioni “vista mare”, occupate stagionalmente per lo più da canadesi in pensione. Negli anni Miguel Sánchez ha cercato di recuperare le terre attraverso l’appoggio di diverse organizzazioni sociali e di diritti umani, tra queste il CODEDI, che storicamente organizza comitati locali nella regione per la difesa dei diritti indigeni e si mobilita promovendo la resistenza contro i progetti capitalisti ed estrattivisti nei territori indigeni, specialmente sulla Costa e sulla Sierra Sur di Oaxaca.

la “colonia” canadiense

Nel 2017 il CODEDI e altre organizzazioni locali alleate hanno iniziato a lavorare ciclicamente i circa 14 ettari di terre rimaste libere dalla turistificazione, coltivando mais, zucchine e fagioli, cosi come altri alimenti destinati alle famiglie dei villaggi dell’organizzazione. 

Nel luglio del 2018, il coordinatore locale del Codedi, Abraham Hernández Gónzalez, viene sequestrato nei pressi della spiaggia e in seguito assassinato: il suo corpo verrà ritrovato nella vicina Cuatunalco. Le circostanze dell’omicidio non verranno mai realmente indagate e i responsabili ad oggi godono di assoluta impunità. Questo drammatico fatto innalza il conflitto per le terre di Salchi e rende palese la complicità della criminalità organizzata con gli imprenditori coinvolti. “Dall’agosto 2020 – racconta Miguel Sánchez – sono stato oggetto di ripetuti tentativi di esproprio delle terre e della mia dimora, con persone incappucciate e armate che mi sorvegliano ed effettuano ronde continue”.  Infatti denuncia l’anziano contadino durante una Carovana di Osservazione dei Diritti Umani nel settembre 2025, che nel 2020 giunsero 8 furgoni con persone armate e che fu sequestrato, minacciato di morte, attaccato con spintoni, volgarità e scherni di vario genere, atti che ne hanno compromesso lo stato di salute, al punto da dover essere operato d’urgenza. 

Si ha la testimonianza di almeno altre due azioni di intimidazione avvenute durante lo svolgimento di attività pubbliche:

– Il 7 giugno 2025 si tenne il “Forum in difesa della terra e dei diritti agrari dei contadini della costa”, con la partecipazione di 14 organizzazioni che hanno denunciato il tentativo di esproprio a Playa Salchi. Durante l’attività 16 persone armate legate al “Cartello degli Espropri” hanno fatto irruzione nei terreni di Miguel Sánchez, minacciando la sua vita per imporre un altro progetto turistico. 

Las viviendas arrasadas

– Il 29 gennaio 2026 un gruppo di civili, fra cui il colombiano Arturo Peralta (responsabile del progetto immobiliario del sudetto consorzio canadese), fece incursione nelle terre  di Miguel Sánchez, non ancora invase dalla turistificazione, con ruspe e macchinari pesanti, accompagnato da tre pattuglie della polizia statale. Durante l’aggressione le ruspe, scortate dalle forze dell’ordine e da alcuni civili con armi da fuoco, demolirono completamente alcune case e delle costruzioni sparse nei terreni agricoli, usate anche da altri contadini che sono soliti venire ad aiutare don Miguel a lavorare le terre. Armi in mano, ripetono gli insulti e le minacce contro l’anziano contadino e le altre persone presenti. La partecipazione della polizia statale, in evidente difesa di un’aggressione illegitima e illegale e al fianco di civili armati non identificati, rende ancor più palese la complicità delle istituzioni con l’agire criminale del “Cartello degli Espropri”.

Come internazionalisti non possiamo non notare l’agghiacciante similitudine di quest’ultimo fatto con le ruspe dell’esercito israeliano in Palestina che, in nome delle contorte leggi del “colonialismo di insediamento”, fortificano le aree privatizzate dai coloni “bianchi” e demoliscono, armi in mano e con violenza, le case dei nativi, dei contadini e dei pastori della zona. Il che ribadisce come il capitalismo sfoggia in geografie diversi gli stessi dispositivi coloniali e razzisti di discriminazione, pulizia etnica, esproprio e criminalizzazione.

Il “Cartello degli Espropri”

Don Miguel, i compagni e le compagne del CODEDI e delle altre organizzazioni alleate, riunitesi a difesa della spiaggia Salchi, indicano che esiste un gruppo di persone, tra i quali alcuni funzionari di Morena (partito al governo sia a livello statale che federale) che – in combutta con i commissari dei bienes comunales, con le autorità del tribunale agrario, con le forze dell’ordine e il crimine organizzato – si arricchiscono orchestrando le privatizzazioni delle spiagge e dei terreni comunales nella costa di Oaxaca. 

Insieme al caso di Salchi hanno reso noti anche i casi della vicina spiaggia El Coyote e della spiaggia El Coyul (vari chilometri più a sud). Questo gruppo di persone, battezzato il “Cartello degli Espropri”, applica ovunque lo stesso modus operandi: manda gente armata a intimidire e sgomberare i contadini con minacce e violenza; si appropria delle terre simulando legalità attraverso i documenti emessi dalle autorità agrarie corrotte; rivende ai consorzi immobiliari stranieri speculando su ogni metro di terra rubato (un lotto di 200mq, sottratto con inganno e violenza, viene rivenduto tra i 50.000 e i 100.000 euro – tra 1 e 2 milioni di pesos messicani). In seguito i consorzi di sviluppo immobiliare a loro volta rivendono a cifre stratosferiche le “villette fronte mare”, nel mercato dei loro Paesi d’origine (spesso Usa, Canadà, Unione Europea ma anche Arabia Saudita e Russia), fatturando in dollari. Il flusso di denaro generato da questa speculazione è immenso e beneficia solo chi è già ricco: funzionari, imprenditori e mafiosi. 

Il risultato di tutta questa operazione mafiosa non è nient’altro che una gentrificazione delle spiagge basata su un modello estrattivista che, ribadiscono gli interlocutori, può funzionare solo con il complice appoggio delle istituzioni, le cui operazioni irregolari sono lubrificate da sostanziose tangenti.

Gli attori locali e nazionali di questo “cartello”, segnalati come principali beneficiari del furto di terre sono i deputati federali Alejandro Avilés Álvarez (del Partito Verde Ecologista del Messico ma affiliato a Morena) e Juan Hugo de la Rosa (Morena), l’assistente giuridico Orlando Acevedo (del partito PRI), l’ex comissario dei bienes comunales de Pochutla Jesús “Chucho” Reyes, David Ortega del Valle (Direttore di Gestione Ambientale del Ministero dell’Ambiente di Oaxaca), il politico locale Alfonso Esparza, l’imprenditore Israel Carreño Morales (che sta privatizzando la spiaggia de El Coyote) e il contabile Sergio Castro López. Così il gruppo opera impunemente grazie alla protezione di elementi dei tre livelli di governo (Municipale, Statale e Federale) e con il coinvolgimento sia dei partiti della maggioranza che dell’opposizione.

La costa lava più bianco: spoliazione e riciclaggio di denaro(*) 

(* Questo capitolo è estratto da un articolo di Kino Balu https://elgirodelarueda.net/despojo-playa-salchi-castro-lopez-oaxaca/)

Construcciones ilegales

Il conflitto di Playa Salchi è un po’ l’emblema dell’offensiva dell’ espropriazione territoriale e della mercificazione del litorale di Oaxaca: un vero e proprio terreno di sperimentazione. Qui si intrecciano la storica criminalità finanziaria di personaggi come Sergio Castro Lopez (commercialista di umili origini che ha scalato le gerarchie fino a diventare un riciclatore di miliardi, attraverso il perfezionamento di quegli “schemi fiscali aggressivi” che hanno permesso a governatori e società di evadere ampiamente gli obblighi fiscali. La sua azienda – Inteligencia de Negocios – ha funzionato come centro operativo per reti di 150 prestanome, movimentando più di 100 miliardi di pesos in operazioni di riciclaggio), con quella di operatori politici locali, protetti dal nome di partiti come Morena e Verde Ecologista e sostenuti dalla “Quarta Trasformazione” al governo e dai suoi centri d’interesse.

Questo fenomeno rivela uno schema ricorrente: i progetti alberghieri su terreni espropriati, non sono solo operazioni immobiliari, ma anche meccanismi di riciclaggio di denaro. Gli alberghi consentono di giustificare ingenti flussi finanziari, generando al contempo beni immobili in territori strategici. La costa di Oaxaca, con il suo potenziale turistico e la sua debolezza istituzionale, offre le condizioni ideali per questa simbiosi tra espropriazione territoriale e riciclaggio di denaro. Il governo non solo tollera queste operazioni ma le integra organicamente nel proprio progetto politico, dimostrando che la cosiddetta «Quarta Trasformazione» può convivere tranquillamente con le forme più sofisticate della criminalità capitalista.

Hotel recuperado

Un modello di spoliazione integrale, in cui l’appropriazione del territorio si intreccia con il controllo politico, il riciclaggio di denaro e la cooptazione istituzionale per creare enclave di totale impunità e che opera attraverso diverse fasi: in primo luogo, l’identificazione di territori strategici con comunità istituzionalmente indebolite; in secondo luogo, la costruzione di alleanze con operatori politici locali; in terzo luogo, lo sviluppo di progetti immobiliari che giustificano il riciclaggio di denaro; in quarto luogo, la neutralizzazione delle resistenze attraverso la cooptazione o la criminalizzazione degli oppositori.

Don Miguel Sánchez, con i suoi 87 anni e gli oltre sessant’anni di lavoro su quelle terre, incarna tutto ciò che questo modello mira a eliminare: la memoria storica, i diritti territoriali ancestrali e la resistenza contadina. 

La sua espropriazione non è casuale: è metodica.

La resistenza e le alleanze 

Ma Don Miguel Sánchez Hernández non è solo. È accompagnato dal CODEDI e dalle organizzazioni sociali della sinistra anticapitalista del FORO (Fronte delle Organizzazioni di Oaxaca) e da altri alleati strategici che sono riusciti a trasformare questo caso in un esempio di resistenza e non di silente spoliazione, come purtroppo è successo in molti, troppi, casi simili nella stessa costa di Oaxaca, così come in altre parti di Messico.

Come già detto, nel giugno del 2025, fra le dune contese di spiaggia Salchi, si sono riunite 14 organizzazioni locali, che a loro volta hanno convocato la Misión de Observancia de los Derechos Humanos (Missione d’Osservazione dei Diritti Umani)realizzata il 12 e 13 luglio 2025 che ha redatto un dettagliato report sulla violazione dei diritti umani nelle spiagge di Salchi ed El Coyote. La missione ha riunito 17 organizzazioni della società civile, i rappresentanti legali del sindacato degli insegnanti della Sezione XXII della CNTE a Oaxaca, nonché cittadini e avvocati della società civile appartenenti a organizzazioni sociali, tutte con una lunga esperienza nella difesa dei diritti umani e collettivi nello Stato di Oaxaca. 

Sono state e sono presenti nella costante vigilanza del territorio e della situazione le seguenti organizzazioni: CODEDI, CODEPO (Comité de Defensa de los Derechos del Pueblo de Oaxaca), 14 DE JUNIO, CCCP (Consejo de Comunidades Campesinas y Proletarias), COCISS (Consejo de Comunidades Indígenas de la Sierra Sur), APIIDTT (Asamblea de los Pueblos Indígenas del Istmo en Defensa de la Tierra y el Territorio), la Ong EDUCA, MIUCO (Mujeres Indígenas y Afros Unidas por el Bien de la Costa Oaxaqueña), FPR (Frente Popular Revolucionario), FIZ (Frente Indígena Zapoteco), l’assemblea del villaggio indigeno Puente Madera, l’assemblea del villaggio indigeno El Coyul e la cooperativa Cimarronez.

Il CODEDI, negli anni, ha inoltre costruito una rete di collaborazioni e alleanze nazionali e internazionali con organizzazioni vincolate al Congresso Nazionale Indigeno (CNI) e con Collettivi europei che sostengono  lo zapatismo, come quelli coinvolti nella realizzazione del presente report. Grazie a questi contatti si è dato vita a una visita informativa e solidale di una brigata di attivisti italiani a fine luglio 2025 e l’attuale Brigata Internazionalista di fine marzo 2026. 

I collettivi coinvolti hanno preso l’impegno di continuare a monitorare la situazione di furto e di possibile repressione della resistenza nelle terre di Miguel Sánchez Hernández anche a distanza.

L’uso autogestito degli spazi e dei campi

I 14 ettari di terra che ancora resistono all’avanzata della colonizzazione immobiliare e turistica, sono ciclicamente coltivati con mais, fagioli, zucchine, papaya e altri frutti di stagione. I compagni e le compagne del CODEDI organizzano “tequios” con i comitati locali della propria organizzazione per dimostrare un uso sano, alternativo, ecologico e autogestito dei campi, in antitesi al modello estrattivista dei consorzi immobiliari. 

A Playa Salchi questi due modelli in completa opposizione, si fronteggiano fisicamente e politicamente.

Pintas en Playa Salchi

Il CODEDI viene da una lunga tradizione di processi autogestiti, partendo dall’esperienza del 2006 dell’insurrezione e della Comuna de Oaxaca e in qualche modo si è ispirato ai percorsi autonomi dell’Esercito Zapatista di Liberazione Nazionale (EZLN), del CIDECI in Chiapas e degli altri popoli indigeni del CNI (Congresso Nazionale Indigeno). Con questa spinta, nel 2013, ha creato un Centro di Formazione nell’Ex Finca Alemania (Sierra Sur) dove i bambinx e le giovani delle proprie comunità e villaggi possono studiare e apprendere diverse arti e mestieri, attraverso un processo pedagogico empirico e autonomo. Questo modello libertario di “scuola viva” viene periodicamente trasferito a Salchi, dove si organizzano workshop per bambinx e adolescenti che vengono realizzati negli spazi di un grande e moderno hotel abusivo, costruito senza permesso alcuno a pochissimi metri dalla spiaggia e recuperato in un secondo momento da chi sta difendendo il territorio. Uno spaccato – totalmente surreale e affiascinante, tanto quanto “comprensibile” o difficilmente spiegabile a parole – delle tante anomalie o particolarità (o contraddizioni?) di un Messico, da sempre alle prese con forme di lotta altrove impensabili. 

Da dicembre 2025 ad esempio, ci sono stati vari incontri e workshop per l’infanzia realizzati a Playa Salchi, che hanno trattato temi quali la biologia marina, il cibo sano contro cibo spazzatura, la medicina naturale, la storia orale e offerto spazio a cantastorie. I workshop sono solitamente impartiti da collettivi solidali che si dedicano ai temi menzionati e sono diretti principalmente agli alunni e alunne dell’escuelita autónoma di Finca Alemania e all’infanzia in generale presente a Salchi. 

Proveniendo da esperienze, soprattutto urbane, di autogestione e di autonomia, i collettivi e le persone partecipanti alla Brigata Internazionalista, ritengono questa forma – l’autogestione collettiva degli spazi e delle terre – come uno degli elementi fondamentali e decisivi per la costruzione di altri mondi possibili. Infatti, come insegna la storia delle tante esperienze di lotta messicane, la creazione dell’autonomia e di forme autonome di vite, è un cammino da percorrere e da intensificare con determinazione e costanza come forme di gestione collettiva di corpi, menti e territori. 

In questo contesto e per creare quelle forme di lotta e di aggregazione per opporsi alle dinamiche di esproprio e di sacchegio dei territori, la proprosta del CODEDI diventa un elemento di costruzione e di opposizione fondamentale. 

Actividad de la escuelita autónoma de la ex finca Alemania

La creazione di un futuro “Centro Comunitario di Formazione” dedicato all’infanzia e ai giovani, nelle stesse terre che il sistema capitalista sta cercando di sottrarre alle popolazioni locali, è una visione particolarmente insolente e combattiva, in un panorama globale sempre più accondiscendente e rinunciatario, che si posiziona chiaramente e che sceglie da che parte stare. 

Essenziale risulta quindi, da una parte, la volontà di intensificare e di dedicarsi a un lavoro di attenzione, di cura e di formazione specifico verso le giovani generazioni; e dall’altra mantenere la costruzione pratica e reale di alternative collettive autonome, per permettere di visualizzare e di realizzare laboratori effettivi di contropotere di fronte al capitalismo. Pratiche che proprongono al contempo delle forme/sacche di resistenza alla dominazione sempre più totalitaria del connubbio inscindibile capitale-mafia-stato. Situazione per la quale – vista anche la precarizzazione o l’assenza totale di uno sbocco lavorativo, di emancipazione e di autodeterminazione – tantissime persone, in particolari giovani, poveri e donne, negli ultimi anni, non hanno avuto altra opzione possibile se non aderire alla forza lavorativa precaria relegata alle maquilas, ai lavori sottopagati e sfruttati in Messico o negli Stati Uniti, alla prostituzione e alla vendita del proprio corpo o, in ultima istanza, arruolarsi come forza lavoro per la criminalità organizzata.

Riprendersi quindi un territorio, dove al tempo stesso autoprodurre il proprio nutrimento con la coltivazione di alimenti fondamentali che possono generare anche autosussistenza economica, diventa una forma di “barricata sociale, politica e culturale” fronte all’avanzare del sistema criminale/mafioso di Stato e dei principali interessi economici, privati o statali. Sistema che fa della guerra la sua dottrina e la sua imposizione del mondo e per cui lo sforzo in atto nel contrastarlo con pratiche collettive, autogestite e autonome diventa quindi non solo un NO alla privatizzazione-spoliazione ma anche un SÍ a un altro mondo possibile.

Conclusione: la turistificazione come strumento coloniale di spoliazione

Per l’anziano contadino Miguel Sánchez Hernández e gli abitanti di Playa Salchi e dintorni, l’agricoltura, così come la pesca nei fiumi e in mare, costituisce una delle attività principali e una fonte fondamentale di sostentamento per le famiglie. Queste pratiche economiche e tradizionali hanno subito grandi trasformazioni negli ultimi anni, a causa di una logica che vuole instaurare in questa regione lo “sviluppo” attraverso un turismo di massa e distruttivo e attraverso progetti di infrastrutture logistiche e stradali che collegano Oaxaca con Guerrero e Veracruz nell’ambito dei progetti accessori della grande opera del Corredor Interoceanico del Istmo de Tehuantepec (CIIT). Ciò ha avuto un impatto negativo sulla forma della proprietà sociale e ha introdotto nella regione una visione mercantilistica della terra, fomentando il lavaggio di denaro e mettendola nelle mani di agenzie immobiliari e privati. 

Le grandi infrastrutture e i poli turistici – contraddicendo il discorso ufficiale e “progressista” del governo – si avventano sulle terre indigene come spietati progetti neocoloniali. Vere e proprie forme contemporanee di conquista contro un modo di vita di sussistenza, considerato primitivo, eccedente e inutile per il sistema capitalista.

La turistificazione massiva delle risorse naturali e particolarmente di territori specifici, non ci è decisamente nuova. Anche noi, come persone qui presenti con la Brigata Internazionalista, viviamo o abbiamo vissuto territori il cui sfruttamento legato alla privatizzazione di terre e di risorse (acque, boschi, foreste, montagne) ha generato immense quantità di soldi da riciclare e da sbiancare (l’emblematico caso dell’incendio divampato in un bar a Crans Montana, in Svizzera, gestito tra speculazione e riciclaggio, con la presenza di tutti gli attori, i fattori e le particolarità del caso, ne è un esempio indicativo) contribuendo in modo massiccio all’attuale devastazione sociale, culturale e territoriale in atto. 

Excavadora en la playa

Una tormenta planetaria che viene da lontano e che sta spazzando via ogni forma di vita non consona al capitale. Una forma di necropolitica o di capitalismo gore che non sa più cosa farsene dei corpi in eccesso, non produttivi e che non corrispondono ai dettami del sistema. E che al contempo sottrae le ricchezze e le risorse naturali alle comunità locali per metterle a valore nel proprio modello economico.

Una guerra che, storicamente nelle sue specifiche coloniali e di dominio, ha devastato interi territori e popolazioni, creando un contesto di dipendenza e di sfruttamento, all’origine dell’arricchimento, di una certa supremazia, del mal definito sviluppo e anche – non dimentichamolo – di certi “diritti” conquistati nel mondo occidentale, da sempre predatore e coloniale. 

“Il caso di Playa Salchi sintetizza una delle sfide fondamentali del nostro tempo: affrontare forme di criminalità che sono riuscite a mimetizzarsi perfettamente con le strutture legali e istituzionali. Non criminali che operano ai margini del sistema, ma con criminali che sono il sistema stesso”, riassume Kino Balu.

Spiaggia Salchi diventa dunque un paradigma di spoliazione coloniale, diffuso non solo in Messico ma in tante parti del pianeta, dove le terre ricche di diversità e di umanità dei cosidetti “sud del mondo” vengono strappate alle rispettive popolazioni, mercificate e rese iperproduttive allo scopo di intensificare un turismo aggressivo, ricco e “bianco”, a cui non importa nulla delle specificità delle comunità locali. Turismo per cui le risorse vengono privatizzate, il costo della vita subisce dei rincari insostenibili e i poveri vengono espulsi dai centri di interessi o sfruttati negli stessi, come mano d’opera a basso costo.

Una gentrificazione e una turistificazione, sia di massa che per le élite benestanti, che vede intere popolazioni, geografie e territori perdere memoria, dignità e possibilità di vita, relegandole ai margini dell’attuale sistema economico. 

Una dignità che, anche qui, ci insegnano si può recuperare con l’azione diretta nella resistenza, il ricongiungimento con la terra e la natura, con l’autogestione collettiva degli spazi e dei tempi.

La resistencia

Di fronte a questa macchina di espropriazione, le comunità della Sierra Sur e di Playa Salchi hanno sviluppato esempi di resistenza che vanno oltre la semplice difesa del territorio. La loro lotta mette in discussione il modello stesso di sviluppo che considera i territori come merce e le comunità come ostacoli al progresso. 

Qui, come altrove, la scelta della parte della barricata in cui stare, diventa precisa e l’opposizione al sistema-guerra si fa concreta e reale: nella  costruzione di un potere popolare autonomo, in reti di solidarietà territoriale che superano i confini imposti dallo Stato-nazione e in forme di organizzazione conflittuali e dirette, la cui legittimità non dipenda dalla mediazione istituzionale.

“La tierra no se vende, se ama y se defiende”
Brigata Internazionalista, Playa Salchi, Marzo 2026

Qué hacemos y cómo lo hacemos: nuestra ponencia en el Encuentro zapatista

Durante estas dos primeras dos semanas de agosto de 2025 se está llevando a cabo en territorio zapatista el Encuentro “Algunas partes del todo”, en donde el EZLN convoca a las organizaciones y colectivos de México y del mundo a compartir su construcción de la resistencia, su alternativa al monstruo capitalista. Un encuentro sobre las practicas necesarias para la destrucción de arriba para abajo de la pirámide capitalista. A seguir nuestra palabra, leída en el Semillero Comandanta Ramona el 9 de agosto de 2025.

La complicidad global: el latido de nuestra resistencia colectiva

Estimadxs compas, amigos y amigas rebeldes que nos escuchan, gracias por este tiempo y por su atención.

Somos el colectivo Nodo Solidale, en español Nodo Solidario. Somos un colectivo internacionalista con base en México y en Italia. Nos formamos en el 2007, tras conocer durante un largo viaje la rebeldía de la APPO en Oaxaca, de la Otra Campaña en Atenco y de las comunidades zapatista aquí en Chiapas. Desde ese entonces, tras adherirnos a la Sexta Declaración de la Selva Lacandona e incorporarnos a la red de Europa Zapatista, hemos venido buscando la manera de tejer solidaridad entre las luchas autónomas en Italia y las luchas autónomas en México. Pero también de ir polinizando a ambas con el recuento, la amistad rebelde, el fuego de la resistencia de otras resistencias que desde siempre nos han inspirado tal como la de Palestina y Kurdistán, entre otras.

En nuestros 18 años de andar por las sendas del internacionalismo nos hemos hecho muchas preguntas sobre el sentido profundo de la solidaridad, la relación entre organizaciones, sobre los instrumentos más idóneos de ésta y el alcance de nuestra acción, sobre los límites de nuestras posibilidades y la inmensa magnitud de nuestros sueños. Por eso en esta compartición venimos a contarle algunas de nuestras formas de cómo hemos ido tejiendo rebeldías, pero también de las dudas, retos y problemas con que nos hemos topado.

También nos dimos cuenta que sólo “solidarizarse” con luchas más o menos lejanas no es suficiente, incluso puede ser algo muy “exótico”, un internacionalismo virtual que mucha izquierda hace, aplaudiendo rebeliones lejanas al tiempo que en su mero lugar no lucha o incluso se torna izquierda opresora, sobre todo cuando se vuelve izquierda de gobierno. En cambio, nosotrxs sentimos que lo que nos hermana, aunque en geografías muy lejanas, es la barricada, la revuelta, la fogata en el plantón, las artes insurrectas, la construcción de espacios de resistencia y casas comunitarias. Es decir, nos une el ardor en el gritar NO y el sudor en el construir el SÍ. A estos sentimientos políticos compartidos, le decimos complicidad global para subrayar que lo que nos convocan y une es este deseo transformador activo que, más allá de las diferencias culturales, geográficas e incluso ideológicas, nos hace cómplices, parientes en el asalto al cielo contra el enemigo común que es la Hidra Capitalista y su maldita pirámide.

Antes de pasar a analizar y compartir nuestras prácticas de solidaridad/complicidad cabe señalar que somos una pequeña organización de dos colectivos, dos “nodos”, como mencionamos, con compas viviendo y luchando tanto en Italia como en México, más o menos 20 personas activas. No tenemos muchos recursos y – por pobres y por elección políticas – contamos sólo con fondos recaudados en eventos solidarios y autogestivos que se realizan gracias al trabajo colectivo de quienes participan. Por un lado, eso nos hace económica y políticamente independientes de financiadores externos como partidos políticos, iglesias, empresas, fundaciones y ONGs, por otro lado, nuestra capacidad económica es limitada y nuestra acción choca constantemente con la falta de recursos. 

BRIGADAS 

La forma más recurrente y directa de solidaridad activa y de construcción de puentes entre luchas ha sido la organización de Brigadas Internacionalistas con compañerxs de diferentes partes de Italia y Europa, todxs ellxs cercanxs a nuestros espacios de lucha, que viajan a México para conocer, entender y compartir con las realidades de los movimientos sociales locales. Muchas veces hemos juntado jóvenes y no tan jóvenes en encuentros preliminares de formación sobre la realidad social y política en México, con especial atención a que lxs futuros brigadistas entiendan las diferencias culturales de los procesos de lucha en México, especialmente en las comunidades indígenas. Los encuentros de formación suelen ser dos, uno en Italia, previo a la salida y otro llegando a México.  

Las Brigadas incluyen casi siempre de tres a diez compañerxs y se arman alrededor de una tarea/trabajo/taller especifico que, realmente, es la herramienta con la cual entrar en contacto, colaborando en los hechos, con la organización o comunidad anfitriona. En el transcurso de los años hemos realizado brigadas alrededor de talleres de comunicación popular (formación en videos, documentales, fotografía, periodismo comunitario, transmisiones radio y serigrafía); talleres y brigadas de salud (formación de promotores, consultas generales, campañas de colposcopía y salud sexual y reproductiva, medicina táctica y primeros auxilios), muchas de ellas en colaboración con las compañeras de Brigada Callejera de la Ciudad de México; también hemos realizado brigadas para la construcción de hornos de ladrillo y para talleres de panadería, este proyecto, que duró muchos años, se llamaba “El Pan y las Rosas”, haciendo hincapié que un pan es mucho más que harina amasada con agua, sino una herramienta convival para promover el trabajo colectivo. 

Respecto a las Brigadas sentimos que su punto fuerte es la convivencia, pues la presencia física en las comunidades desencadena intercambios profundos, mucho más allá del taller que nos convoca. Comer y trabajar juntos, la convivialidad se vuelve la base de la hermandad, como dicen lxs compas kurdxs: nan û xwêdan, pan y sudor. O también “conspirar”, es decir, respirar juntxs, desde luego, hacernos cómplices, compañerxs pues. Por eso a veces decimos que la Brigada y la estancia con la organización/comunidad anfitriona rebasan políticamente, por la experiencia humana que implican, la misma razón de la visita y del taller que se realiza. También esta ha sido de las formas más efectivas de crear conexión y reforzar la confianza/alianza política con las organizaciones hermanas, sobre todo con la mencionada Brigada Callejera y los Panchos independientes en la Ciudad de México y con OIDHO y CODEDI en el estado de Oaxaca. Aunque se han realizado también brigadas en Guerrero, en Nuevo León, en Campeche, en Morelos y muchas más aquí, en territorio zapatista.

El punto débil de las Brigadas es que son efectivas en tiempos muy intensos pero cortos y son inevitablemente ocasionales, porque se pueden armar solo cuando coinciden los tiempos de lxs compañerxs visitantes con los de la comunidad que recibe, los cuales no suelen alinearse fácilmente. También en los talleres de formación, al ser esporádicos, no logran impactar profundamente y los promotores o lxs chicxs que reciben los talleres, al no poderlxs acompañar, suelen no dar continuidad a las tareas y trabajos encargados. De la misma forma las consultas de salud abren casos que requieren acompañamiento posterior que cuesta mucho trabajo hacerlo desde la distancia y, digamos, termina quedando “sobre los hombros” de la organización anfitriona.

MILITANCIA ACTIVA: MOVILIZACIONES Y TRABAJO COMUNITARIO TERRITORIAL

Como compañerxs del Nodo Solidale solemos definirnos “militantes por la vida”. Por un lado, porque enmarcamos nuestra lucha política adentro de la definición zapatista de la guerra del neoliberalismo contra la humanidad, es decir de la guerra del capitalismo contra la vida. Estamos así reiterando que nos plantamos en este lado de la barricada: el que crea, ama, comparte y se organiza contra quien roba, acecha y mata la alegría de vivir. Por otro lado, sabemos que cada quien defiende la vida desde su visión o ideología o compromiso ético: anarquistas, autónomos, feministas, comunistas, ecologistas, jóvenes y mayorcit@s, altas y chaparros, punks o cumbier@s, poco importa porque lo que nos importa son las ganas de cambiar el mundo, de mejorarnos como seres humanos y de hacerlo en este espacio de afinidad que es nuestro colectivo, en donde las diferencias – aun chocando – nos enriquecen. En el Nodo Solidale y más allá de él, promovemos la autonomía de acción con el fin de que cada quien también encuentre su lucha más cercana y en ella desenvuelva lo mejor de sus posibilidades. El colectivo así no es (y no quiere ser) una vanguardia sino un conjunto de “promotores de autonomía” en donde cada integrante busca inspiración y análisis en el colectivo para volver a su labor política y social especifica: de esta manera y en diferentes lugares, a partir del Nodo Solidale – pero desprendiéndose del mismo – lxs integrantes hemos participado y participamos en diferentes proyectos autónomos, enraizados en los territorios en donde vivimos. Nombramos algunos ejemplos: la Casa de Salud Comunitaria Yi’bel Ik’ (2016-2023) y el Gimnasio Autónomo Popular Barrio Bravo (actualmente activo) en Cuxtitali, un barrio periférico de San Cristóbal de Las Casas; en la misma ciudad también nació y trabaja como centro cultural la Librería La Cosecha y es activo el Comité Acción Palestina Chiapas; la cooperativa panadera Vendaval y la Verde Morada en la Ciudad de México; en su momento, Ecos Colectivo Autónomo de teatro en Guadalajara; las editoriales independientes Kairos en Italia y Tekio/Kairos en Chiapas; en años pasados en la Radio Ñomndaa “La Palabra del Agua” y la cooperativa Ljaa Xua, Flor de cacao, en Xochistlahuaca, Guerrero, la cooperativa editorial el Rebozo; al mismo tiempo que los centros sociales y las okupas en Roma (Italia) como el LOA Acrobax o la toma de viviendas del barrio obrero Il Quarticciolo; la Microstamperia en el mismo barrio… Y más y más, como varias investigaciones comprometidas con procesos hermanos, porque cada militante de nuestro colectivo viene de experiencias de lucha propias y vuelve a ellas enrequecidx de lo que se aprende en el caminar internacionalista del colectivo. Especificamente, la experiencia de las organizaciones y comunidades en resistencia en México aportan mucho y fluyen así hacia las luchas locales de otros lados del país o de Italia.

También consideramos fundamental, con esta participación activa en los procesos barriales y territoriales, actuar de manera directa para transformar nuestro entorno. Es justo este esfuerzo, esta activación física y concreta en la lucha local que agrega otro elemento vivencial, empírico y real a eso que seguimos llamando “complicidad global” que, desde luego, es justo lo contrario de aplaudir las luchas desde la lejanía y, a menudo, desde la comodidad de los escritorios y las academias. Esto significa que estamos involucradxs en la agenda política de nuestros movimientos sociales, por ejemplo, en la defensa del agua y de los bienes comunes de nuestras comunidades/barrios; en las movilizaciones feministas y en la creación de espacio de reflexión y acción contra el patriarcado; en la liberación de las presas y presos políticos, desde una perspectiva anticarcelaria; en la defensa de la salud y escuela públicas, con una perspectiva autónoma y comunitaria; en el ejercicio del derecho al territorio y libre determinación a través de la radio comunitaria, etc…

El talón de Aquiles de esta militancia de base es que, a veces, en lugar de sumar a un plan más amplio de lucha como la propuesta internacionalista que llevamos a los Encuentros como este, le resta tiempo y energía porque nos ancla y clava en la emergencia constante por la supervivencia y en los altibajos de la lucha local, todas bajo la presión brutal de la represión del Estado y de sus tentáculos armados como los grupos fascistas, paramilitares o narcos. También cabe mencionar que, en el caso de much@s de nostr@s que somos de origen italiano y vivimos y luchamos en México, nos complica bastante encontrar un lugar en la lucha local que no sobredetermine los modos, tiempos y costumbres de nuestros vecinos y vecinas. La güeridad en la militancia comunitaria nos genera muchas preguntas, inquietudes, dudas sobre las relaciones de poder que eso genera, la colonialidad interiorizada, la positividad o negatividad de nuestra exposición en las movilizaciones… Aun así, asumimos estas contradicciones y decidimos que no nos pueden paralizar sino preferimos, con nuestros defectos y dudas, salir a luchar codo a codo de la banda en la defensa de la vida, del territorio, de las mil y un formas colectivas de estar al mundo.

CONTAR LAS REBELDÍAS PARA SABOTEAR EL PODER

Otra herramienta que hemos privilegiado para la difusión de la lucha es crear y distribuir libros y folletos (y material gráfico) para abonar al pensamiento crítico, usando estos textos como un desarmador contra los complejos engranajes de la maquinaria capitalista. La narración y la reflexión, cuando parten y regresan a las luchas reales, nos permiten organizar las ideas y las experiencias, ponerlas en perspectivas y verlas, por así decir, en cámara lenta… y de ahí volverlas a usar para profundizar el cambio que tanto necesitamos. “Praxis, teoría, praxis” como nos enseñaron justo los y las zapatistas.

Los libros también se vuelven ocasión de tejer redes y recorrer los territorios con el pretexto de presentarlos. Decimos pretexto porque también en este caso el hecho de que la gente se junte, escuche de una lucha “otra”, organice un evento solidario e intercambie ideas para fortalecer sus resistencias es más importante que la presentación del libro mismo. Para nosotrxs la traducción y realización de libros, entre muchos, sobre la educación autónoma, la historia del EZLN, el feminismo comunitario, los versos de la guerrilla kurda o de la resistencia palestina, se han vuelto otro puente para conectarnos con otros colectivos, luchas territoriales, asociaciones de base, organizaciones populares y gente, al fin y al cabo, que como nosotrxs busca comprender la realidad para cambiarla. La venta de libros además nos ha servido como forma de generar pequeños fondos para los gastos del colectivo o para financiar campañas como, por ejemplo, la de “Un quirófano en la Selva”.

Más allá de la publicación de los libros y folletos, en los años también hemos creado material audio-visual así como transmisiones de radio, correspondencias con radios comunitarias y radios libres, breve documentales y podcast para denunciar en Italia la guerra en México y contar sus dignas resistencias y al mismo tiempo para narrar en México las resistencias y rebeldías de la otra Europa, la insumisa. Muchas veces en América Latina, sobre todo entre la gente no politizada, se ve al Occidente capitalista como una tierra de bienestar, poblada de ricos acomodados; nuestra tarea entonces también es deshacer esta narración que hace el capitalismo de sí mismo y mostrar las contradicciones que existen en el mal llamado Primer Mundo y las grietas que en él abrimos quienes luchamos contra este monstruo racista y depredador.

AUTO-ORGANIZACIÓN COMO FIN Y COMO MEDIO

Como ya mencionamos hacemos de la autogestión nuestra forma de financiación y de la auto-organización nuestra practica horizontal de trabajo y toma de decisiones. Estos principios son imprescindibles en nuestra pequeña organización y de hecho nuestro tejer internacionalista ha empezado en la búsqueda de otras organizaciones, movimientos con este mismo espíritu, con esta misma búsqueda de horizontalidad, esta voluntad intrínseca en la acción de no querer reproducir pirámides. No siempre lo logramos, es cierto, pero este es el camino a la horizontalidad entendida no como dogma sino como forma de organización no estatal de la comunidad humana, como ya ha ocurrido en otros momentos históricos y como deseamos vuelva a re-organizarse tras el colapso de la opresiva forma del Estado Nación.

Políticamente esto implica que el trabajo del colectivo se sustente en reuniones periódicas en donde la toma de decisiones es por consenso y las comisiones trabajen los temas específicos (por ejemplo, la organización y realización de un taller, una brigada, un evento); también implica que las compañeras, con momentos de mayor o menor oportunidad, mantengan y promuevan espacios de reunión separados de los varones; también nos mantiene distantes de toda forma de financiamiento que no sea el producto de actividades y eventos autogestivos realizados de manera no remunerada por lxs integrantes del colectivo o pequeños proyectos productivos (como la venta de nuestros libros o artesanías/playeras/etc); en fin también conlleva la necesidad de estar tejiendo redes y manteniendo alianzas, con equilibrio y paciencia, como la que nos une en lxs hermanxs de la Alianza Magonista Zapatista (AMZ) o con los diferentes colectivos de Europa Zapatista; todo eso se dice fácil pero cuesta trabajo, tanto para construir constantemente el consenso como para alcanzar las metas y objetivos que nos proponemos.

En este aspecto creemos que encontramos dos problemas principales: por la característica de tener dos nucleos en países diferentes es difícil mantener esta horizontalidad en todos los temas, hay bastantes problemas para una comunicación profunda; estamos solucionando esta parte tanto con la ayuda de la tecnología (para las reuniones intercontinentales en línea) como con la decisión de asignar mayor autonomía política a los dos nodos, para que tomen más peso la asambleas y los acuerdos locales. 

El otro gran desafío es mantener esta relación de horizontalidad con las demás organizaciones hermanas, especialmente cuando son organizaciones populares grandes o, incluso, organizaciones político-militares. ¿Puede un colectivo de pocos militantes hablar de par a par con una estructura política de masa? ¿Es justo? ¿Puede una organización de masa tener una actitud realmente horizontal al relacionarse con los pequeños colectivos? ¿Puede un colectivo de caxlanes, gente de ciudad, tener una relación pareja con los pueblos indígenas? Más allá de las palabras de-construidas y libertarias, ¿Cuántas pirámides tenemos interiorizadas?

Andamos entendiendo el cómo, empezando por nuestros propios límites e inspirándonos en Encuentros como este, entre tantos grupos iguales en sus diferencias, para ver cómo mejoramos como personas y como colectivo, cómo animarnos a construir en nuestros territorios una alternativa real, tal y como hacen a su manera los pueblos zapatistas, a pesar de que el capitalismo nos arrincona costantemente en la lucha por la sobrevivencia. Así, frente a la mentira individualista, el preso político kurdo Abdullah Öcalan y los pueblos zapatistas nos enseñan que “la humanidad comienza donde termina la competencia”. Nuestro cierre no es un final: es puño en alto y corazón extendido.

Muchas gracias.

Palabra del Nodo Solidale en el 28º Encuentro Nacional de la Red Mexicana del Trabajo Sexual

Primero que todo, desde el pequeño colectivo que somos, llamado Nodo Solidale, les queremos hacer llegar un abrazo inmenso lleno de cariño y respeto, por su pisada fuerte y valiente, llena de irreverencia transformadora, de pulsión de vida que nos empuja a seguir codo a codo con ustedes, organizando la solidaridad y  festejando la obstinada voluntad de seguir tejiéndose y tejiéndonos en este vigésimo octavo Encuentro Nacional de la Red Mexicana de Trabajo Sexual. 

Damos nuestra palabra respondiendo a sus preguntas generadoras:

¿Cuáles han sido sus retos en el tejido dentro de su organización para permear en los otros y las otras en el caminar de la construcción de ese otro mundo?

Aunque parezcan preguntas simples las que nos plantean nos abren un mar de dudas y cuestiones para la autoreflexión. Como colectivo internacionalista nuestra apuesta ha sido y sigue siendo el encuentro entre realidades que resisten a la embestida del capitalismo en sus diversas formas, tejiendo puentes entre resistencias que marcan y modelan estrategias para combatir las distintas cabezas de la hidra, cada vez más violenta, cada más afianzada en la guerra permanente contra los pueblos. Llevamos 18 años en este andar, marcado también por la potencia de la lucha persistente de Brigada Callejera que no ha parado de convocarnos a construir juntas, del Comandante Jaime Montejo que nos ha dado ejemplo de vida aun cuando todo parecía desvancerse, que nos han enseñado que desde los lugares más rotos podemos seguir floreciendo. Para nosostrxs conocer a las trabajadoras sexuales organizarse en la lucha ha sido tan esperanzador como ver a las zapatistas sublevarse en el rincón más olvidado de México o ver a las combatientes kurdas rescatar sus derechos en medio del desierto de la barbarie yihadista. 

Nuestras prácticas de aprendizaje con estos y más procesos de lucha autónomos  han ido tomando distintas formas en los años, tanto por nuestras experiencias personales y como por los contextos donde hemos decidido vivir. Hemos buscado tejer alianzas políticas a partir de la amistad rebelde, construyendo con brigadas, talleres e intercambios, un terreno común de confianza, más cercano a la práctica que a la teoría, aunque siempre en el marco de un pensamiento libertario, anti-racista, anti-capitalista y anti-patriarcal.

En San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, hemos emprendido la misión de montar, crear y mantener primero una Casa de Salud Comunitaria (2016-2023) y, desde hace 4 años, un gimnasio autónomo popular que funge como espacio de encuentro, lucha y reflexión desde el deporte, con jóvenes y adultxs, en un contexto d violencia, apostándole al cuidado comunitario en este territorio en donde vive la mayoría de la parte mexicana del colectivo.

En Italia, continuamos con la gestión y formación de compañeras y compañeros médicos y personal sanitario que desde el intercambio de saberes pueda continuar y fortalecer enlaces entre Italia y México. La mayoría de ellos y ellas pasan por el aprendizaje de Brigada Callejera, un punto de referencia en la salud autónoma urbana, una montaña de experiencia y saberes por compartir para la banda que llega.

Desde la trinchera editorial, decidimos seguir generando textos, libros, memorias, poemas, gráfica que en su fuerza narrativa puedan mostrar un cachito de lo que en estas tierras rebeldes se trabaja en la educación, la salud, la resistencia de los pueblos, barrios y ciudades para entablar diálogos sobre las distintas y similares formas organizativas de los dos lados del charco. Lo hacemos porque pensamos que difusión del pensamiento crítico es el mejor abono natural en la tierra de la rebeldía y la memoria insurrecta.

En fin seguimos a pesar de todo construyendo de a poquito eso que nos gusta llamar la complicidad global, una forma de estar en las mismas trincheras aún lejos, siempre guiados por la pauta precisa y constante de que la solidaridad es la ternura de los pueblos y que sólo reconociéndonos en las diferencias y las semejanzas, que a veces son más de las que podemos ver de inmediato, logramos imaginarnos un mundo donde quepan muchos mundos.

¿Cómo nos miran a las trabajadoras sexuales?

Con su pregunta de cómo las vemos se nos apretuja la corazona. Para nosotras, nosotros existe un antes y después de ustedes. Ustedes nos han enseñado a verlas, nos han abierto los ojos a la resistencia y la fuerza que conlleva su trabajo, han marcado nuestro camino como referente. Algunos y algunas de nosotros, al llegar a México, traían una visión abolicionista muy ideológica, una especie de visión deterministica en donde el trabajo sexual iba a extinguirse cuando se hubieran borrado las condiciones materiales que lo creaban y sólo así se liberarían las “pobres mujeres explotadas”. Pero la lucha de ustedes nos enseñó que la realidad es mucho más compleja y que la dignificación del trabajo sexual es una lucha de día a día que no va a estar esperando a dizques profetas de la liberación, sino se libera del brutal lastre de la trata y de todas las otras formas de explotación en el proceso real, cotidiano, de organización y, desde luego, de modificación de las relaciones de fuerzas ante los aparatos estatales, criminales y patriarcales.

También hay otra mirada que tenemos hacia ustedes y es una mirada repleta de respeto amoroso y combativo. La misma mirada que le tenemos a las mujeres palestinas, por ejemplo. Una llena de admiración para quien mantiene encendida la que las zapatistas nombran como la “llamita de la esperanza”, en la plena obscuridad de un mundo en colapso.

Porque trabajar de noche en urbes pobladas de violencia a todos los niveles y resistir a los hoteleros, las madrotas y padrotes, la policía, a la violencia institucional que busca negar e ilegalizar su trabajo, a un entero sistema que ve el cuerpo de las mujeres solo como territorio de conquista, el contraponerse a un discurso abolicionista, es una muestra de valentía, de saber confrontar los distintos desafíos que las metrópolis imponen, de organizarse ante la precariedad de este mundo que nos busca separadas, solas y por ende indefensas. Nos han enseñado a ver lo falsa de la lógica victimista con la cual se busca nulificar su trabajo. 

Por todo eso, junto a ustedes gritamos, en un eco que retumbe en varios rincones del mundo:

¡Basta al cobro de piso!

¡Basta de discriminación!

¡Basta de violencia institucional!

¡Trabajo sexual es trabajo!

“Por un mundo a la altura de nuestro sueños”

Con inmenso cariño, el colectivo Nodo Solidale, de Italia y México 

Una sala operatoria nella Selva Lacandona

È iniziata domenica 17 novembre la campagna europea “Un Quirófano en La Selva Lacandona (Una Sala Operatoria nella Selva Lacandona”).

Di che cosa si tratta è presto detto: una campagna di solidarietà e appoggio al Sistema di Salute Autonomo zapatista, nata in seguito ad un post scriptum del Capitán Marcos contenuto nel comunicato “Una idea genial” del passato agosto https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2024/08/21/una-idea-genial/

nel quale ironicamente segnalava: “Abbiamo bisogno di attrezzare diverse sale operatorie. Ci sono i “macellai” (N.d.T.: chirurghi) fraterni, ci sono i candidati per l’intervento chirurgico, ci sono i luoghi per costruirle, ci sono i giovani e le giovani disposte a imparare. Manca solo l’attrezzatura. E la formazione per il suo uso e manutenzione, naturalmente.”

La campagna è stata lanciata dalla rete europea EuropaZapatista, di cui facciamo parte anche noi del Nodo Solidale. Le date scelte non sono casuali: quella di lancio, il 17 novembre, è quella in cui nel lontano 1983 nacque l’EZLN, mentre quella di chiusura, il 10 aprile, è quella in cui morì Emiliano Zapata, in un ideale abbraccio e continuità tra zapatismo chiapaneco e quello storico.

Durante i 40 anni di esistenza dell’EZLN, e i 30 dal primo gennaio del 1994 quando migliaia di indigeni maya dello stato del Chiapas, nel sud est messicano, si sollevarono in armi al grido di “Ya basta!” nei confronti dello Stato, l’esercito zapatista e la capacità organizzativa delle sue basi di appoggio hanno sempre puntato al benessere delle proprie comunità. Come scrivevamo nell’introduzione al testo “Autodifesa Medica – Pantere Nere e EZLN” Ed. Kairos:

“…Ad oggi gli zapatisti e le zapatiste hanno costruito un sistema autonomo di cura che si avvale di sale operatorie, ambulanze per le emergenze, case di salute sparse nelle comunità, campagne di prevenzione e vaccinazione, laboratori di analisi. Inoltre con un sistema di formazione, approfondendo temi come la salute pubblica, primo soccorso, fitoterapia e medicina ancestrale educano promotori e promotrici di salute che si prendono cura della comunità…”

In piena tormenta del narco-stato e della repressione dei narco-paramilitari, gli e le zapatiste hanno deciso di fare un passo avanti nella costruzione e nella pratica dell’autonomia nella salute. Questo è quello che vogliamo appoggiare con questa campagna.

“Perché se la lotta è per la vita, non può che essere una lotta per la salute”

 

Una sala operatoria nella Selva Lacandona – Campagna di solidarietà con la salute autonoma zapatista
17 Novembre 2024– 10 Aprile 2025

“Non puoi pensare alla salute senza pensare al fiume”
“Non puoi pensare alla salute senza pensare alla Madre Terra. Se lei non è sana, non c’è salute. Dunque, abbiamo iniziato da qui, dalla cura della Madre Terra, togliendole il dolore, le ferite, la stanchezza e la malattia che le hanno imposto alcuni nel suo corpo con la chimica, con i fertilizzanti, violentandola per avere più profitti. Bene… questo la chiamiamo “prevenzione”. E questa è la salute, e non solo la cura con le pasticche e le medicine…”
(dal dialogo con un compagno promotore di salute nel 2008 nel Caracol di Oventik)

 

Cos’è la Campagna “Una sala operatoria nella Selva Lacandona”?
La Rete EuropaZapatista, composta da organizzazioni, collettivi e gruppi di vari territori europei, che appoggiano e solidarizzano con le comunità autonome e in ribellione zapatiste del Chiapas nel sud-est del territorio chiamato Messico, ha lanciato questa campagna con tre obiettivi:
–  Ottenere l’attrezzatura necessaria per le sale operatorie nelle cliniche e negli ospedali zapatisti.
– Diffondere la lotta zapatista per una salute integrale per i popoli indigeni del Chiapas.
– Far conoscere nelle nostre comunità le realtà, le difficoltà e i successi dei popoli zapatisti nella costruzione di un sistema sanitario autonomo, indipendente dai governi, dai loro fondi e dalle loro politiche.

Perché in Chiapas?
Il 1º gennaio 1994, i popoli indigeni del sud-est messicano si sollevarono contro secoli di repressione, razzismo e violenza esercitati su di essi dai vari governi del Paese. Da allora, i diversi governi che si sono succeduti ogni sei anni hanno condotto nella regione una guerra implacabile di logoramento, detta impropriamente “a bassa intensità”, tentando di far arrendere i ribelli. Contro di loro non vi sono stati solo i vari livelli di governo (federale, statale e municipale), ma anche l’esercito federale, le numerose bande paramilitari e di narcotrafficanti, i grandi proprietari terrieri e le multinazionali che cercano di appropriarsi delle ricchezze naturali del Chiapas, uno degli stati più ricchi del Messico.

Questa situazione non appartiene al passato. Ancora oggi la guerra non è cessata. I megaprogetti imposti nelle terre indigene dal precedente presidente López Obrador, che trovano continuità nell’attuale governo di Claudia Sheinbaum, e soprattutto il megaprogetto “Sembrando Vida”, hanno portato il Chiapas sull’orlo di una guerra civile. Organizzazioni vicine al governo da un lato, e gruppi legati al narcotraffico dall’altro, cercano di sottrarre e di appropriarsi delle terre recuperate dai ribelli nel 1994, terre oggi coltivate collettivamente. Ciò ha provocato conflitti molto gravi, come ad esempio le costanti intimidazioni e attacchi alle comunità di Moisés Gandhi e di Seis de Octubre.

Di fronte a tutto questo le comunità zapatiste in ribellione lottano da oltre 30 anni per costruire la loro vita quotidiana secondo i loro principi e valori, rispettando la natura, la Madre Terra, la vita e l’essere umano. Contro la guerra stanno costruendo una cultura di resistenza alla barbarie capitalista. Contro la guerra costruiscono quotidianamente il loro sistema di produzione, di coltivazione e distribuzione dei prodotti, di istruzione e di salute.

Perché nella Selva Lacandona e non altrove?
La Rete EuropaZapatista non è un’associazione umanitaria. Non aiuta i poveri – indigeni o non indigeni – con gli avanzi dei ricchi in cambio di una sorta di espiazione delle proprie colpe. Non è un gruppo culturale che cerca di preservare le tradizioni indigene mentre questi ultimi cercano solo di sopravvivere.
La Rete EuropaZapatista si solidarizza e sostiene i popoli ribelli zapatisti del Chiapas perché questi si sono alzati in lotta.
Perché hanno gridato “¡Ya basta!” alla miseria, all’umiliazione e alla repressione.

Perché cercano di realizzare la loro visione collettiva “qui e ora”.
Perché hanno il coraggio di avere speranza e sanno ascoltare il silenzio mentre resistono e costruiscono.
Perché hanno la forza di aspettare senza cedere, di imparare dai loro errori, di mettere in discussione anche le loro tradizioni pur desiderando di conservare la loro memoria collettiva.
Di più. Perché i popoli originari in ribellione delle montagne del sud-est messicano ci hanno insegnato cosa significa dignità: lottare per la vita. Ci hanno ispirato e continuano a ispirarci a costruire, anche qui nelle nostre terre, un “noi”.
Chiamiamo questa forma di azione, questo sostegno reciproco: politica della solidarietà praticata.

Questa è la nostra risposta, come Rete EuropaZapatista, alla domanda: “Perché nella Selva Lacandona?”

La Salute Autonoma Zapatista
All’epoca dell’insurrezione armata zapatista del 1994, la morte e la povertà colpivano duramente l’infanzia nelle comunità indigene del Chiapas. Le cosiddette “malattie della povertà” come infezioni intestinali, respiratorie ed epidemiche, malnutrizione infantile, febbre e diarrea, abbondavano tra i bambini e le bambine. Sebbene si trattasse di malattie perfettamente curabili, un alto numero di morti avvenivano per mancanza di cure mediche e farmaci, rendendo l’aspettativa di vita alla nascita tra le più basse del Paese. All’epoca non si aveva una chiara idea del numero delle nascite e dei decessi dei bambini e delle bambine poiché le istituzioni governative basavano le statistiche sui certificati di nascita e di morte, documenti ufficiali inesistenti per la popolazione indigena della maggior parte dei municipi, considerati ad alta e altissima marginalità.

Il caso di Paticha, una bambina indigena di meno di 5 anni, è emblematico. Raccontava il Sup Marcos:

“..Quella notte, il compagno Samuel venne a cercarmi, sua figlia stava molto male. Andammo a casa loro e lei aveva la febbre. Non avevamo nemmeno un termometro per capire quanto fosse alta, né sapevamo cosa avesse. L’unica cosa che potemmo fare fu immergerla nel fiume, così com’era con tutti i vestiti, per abbassarle la temperatura. E quando tornammo dal fiume, i vestiti si erano già asciugati per quanto la febbre era alta. Morì poche ore dopo… tra le mie braccia, per dirlo in modo crudo, no? Come Paticha c’era tutta una generazione di bambini e bambine sotto i cinque anni che venivano persi lungo il cammino. E per malattie assurde, curabili con poco.”
Nella Granja, Colonia G. Tepeyac, Puebla. 15 de febrero de 2006

Ed è per questo che decisero di sollevarsi in armi, per costruire una vita per i loro bambini e bambine, per i loro anziani e anziane, per le loro donne e i loro uomini basi di appoggio zapatista, e per costruire una salute, un’educazione e una vita dignitosa per tutti e per tutte.
In questi trent’anni sono riusciti a creare un sistema di salute autonomo gestito dai promotori e dalle promotrici della salute che, ponendo particolare attenzione alla prevenzione, ha costruito farmacie, dispensari e cliniche nelle comunità, anche nelle più remote, e cliniche più grandi che permettono anche il ricovero a livello regionale. Esempi di queste cliniche sono “La Guadalupana” a Oventik e la “Clínica de la Mujer, Comandanta Ramona” a La Garrucha, dove è possibile effettuare analisi e studi clinici e offrire servizi di oftalmologia e odontoiatria. In queste cliniche, i pazienti, siano essi
zapatisti o no, vengono trattati senza differenza, con una sapiente combinazione di conoscenze tradizionali e medicina moderna allopatica. Oggi, la mortalità infantile e quella materna al momento del parto appartengono al passato.

 

Un passo avanti
Ora, i compas e le compas hanno deciso di fare un passo avanti nella pratica dell’autonomia nella salute:

“Abbiamo bisogno di attrezzare diverse sale operatorie. Ci sono i “macellai” (N.d.T.: chirurghi) fraterni, ci sono i candidati per l’intervento chirurgico, ci sono i luoghi per costruirle, ci sono i giovani e le giovani disposte a imparare. Manca solo l’attrezzatura. E la formazione per il suo uso e manutenzione, naturalmente.”
Postdata del comunicado “Una Idea Genial”. Agosto del 2024
https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2024/08/21/una-idea-genial/

E questo è quello che vogliamo appoggiare.

Come partecipare alla Campagna “Una sala operatoria nella Selva Lacandona”

– Organizzando eventi e presentazioni pubbliche sulla Campagna

– Informando di questo progetto persone e collettivi che potrebbero essere interessati a partecipare

– Diffondendo gli eventi e le attività della Rete EuropaZapatista

– Contattando direttamente la Rete EuropaZapatista all’indirizzo email: eurozapweb@riseup.net

Potete anche scriverci per qualsiasi domanda, proposta o idea.